How to build a balance board!



Buy at IKEA "SNUDDA": about 5,- Euro (or use something similar)


Bottom side of "SNUDDA"


Detach the rotating part.


Cut from the small board two pieces off. About 5cm as shown. The middle part is waste.


Big board and small cut board.


Drill two holes in each small part.



Screw the small parts on the big board.


Result of the attached small pieces. (bottom side)


Result of the attached small pieces. (upper side)


FINISHED


Use anti-slip tape if you like for the upper side. (about 3,- Euro)


FINISHED


If you like, you can attach another piece as shown for stabilization. (catch it at the hardware store) ;-)
Take care that the screws are not going through!!!


Personalize your board as you like.

Eine Sightseeing Tour mit rasantem Ende


Nach tage- und wochenlangem Arbeiten in der neuen Wohnung und einem „Tapering“ bei Affenhitze in Saudi Arabien konnte der 27. Vienna City Marathon kommen. Gestern als unmittelbare Wettkampfvorbereitung noch den ganzen Tag IKEA Kartons herumgeschleppt und Regale aufgebaut fühle ich mich heute morgen um 6h40 beim Weckerklingeln entsprechend. Die Oberschenkel leer, die Waden hart wie Stahl und zu guter Letzt wie im Bett mit Akku-Schrauber festgeschraubt. Und das nach 8h Schlaf - na Super!

Aber genug wehklagen, als ich dann in der überfüllten U1 Richtung Start unterwegs war, kam endlich mein Wettkampffieber durch und die Freude auf den Wien Marathon „Mythos Marathon 2500 Jahre“. Es wird mein 5. in Wien werden.

Nach Abgabe meines Gardaroben Sackerls traf ich mich pünktlich um 8h30 mit Helga – sie ist Marathon Rookie – bei der SHELL Tankstelle auf der Wagramer Straße. Nach gemeinsamem Einlaufen beim Kaiserwasser kommt das übliche Einsortieren in den Startblock und Warten auf den Startschuss. Ein paar beruhigende Worte an Helga ;-) und dann geht’s los. Naja, fast. Der Startschuss fällt zwar, aber wie immer warten. Und diesmal sogar relativ lange da neuerdings Startwellen. Um 9h10 ist es dann soweit – die ersten Kilometer können in Angriff genommen werden.

Mit ganz lockeren ersten 3km (Puls 135) geht es mit Helga in den Prater und hier stellt sich zum ersten Mal das dumpfe Gefühl ein, dass dies ein langer Tag werden würde. Die Waden zwicken, die Beine sind leer, der Magen naja – egal. Lächeln aufsetzen und bei 5:40min/km einpendeln. Helga und ich wollen Ihren ersten Marathon auf Unter-4h laufen.

Vom Prater in die Schüttelstraße und das erste Mal bei km 8, 9 auf die Ringstraße. Hier geht’s es schön langsam Bergauf mit meinem Körper, aber leider auch bald die Strecke. Nach kurzem Fotoshooting mit Mama und Papa beim Stubentor bei der Oper links abbiegen und dann bergauf mit teilweisem starken Gegenwind hinauf zum Schloss Schönbrunn. Hier bei km15 bin ich froh, die erste Banane zu bekommen. Endlich was im Magen, mal ein Problem weniger. Dann kommt endlich die Kehre beim technischen Museum und dann Äußere Mariahilfer Strasse stadteinwärts. Nach kurzer Zeit bei der Baustelle Westbahnhof vorbei – hier gibt es einigen Fortschritt – auf die Speed-Gerade des VCM: die Shoppingmeile Wiens. Hier wird es aber klar, ein Unter-2h Halbmarathon werden Helga und ich nicht schaffen. Aber nach 2 sehr schnellen Kilometern auf den Ring. Hier gibt es den Zieleinlauf der Halb-Marathon Läufer durch Heldentor vor die Hofburg, diese Sehenswürdigkeiten sehen wir aber erst in 2h, aber trotzdem „Endlich Platz“, nur mehr die vollen Männer und Frauen sind auf der Strecke, keine Halben Sachen :-)

Nach der Passieren des Parlaments, Burgtheater, Rathaus und Universität geht’s kurz vor der Börse links in die Lichtenfelsgasse. Hier treffe ich wie vereinbart bei km23 den Andi, aber Roth, nicht Bolzer. Der scheint noch vermisst (der F1 GP in China hat doch wohl zu lange gedauert), aber nach wenigen Sekunden kommt er uns schon entgegen, reiht sich ein und zu viert nehmen wir die letzten 19km in Angriff.

Am Franz Josefs Bahnhof vorbei geht es wieder an den Donaukanal, Richtung Flussabwärts. Hier, bei km25, muss sich Helga leider verabschieden und fällt ein wenig zurück. Das nächste Fotoshooting mit Ma und Pa machen wir beim Schwedenplatz. Immer mit einem coolen Spruch drauf „joggen“ Andi, Andi und ich Richtung Prater. Beim km 29 biegen wir ein, ein kurzer Boxenstopp und schon geht’s auf den gefürchteten km 30 und die folgenden 10. Dazu eine kurze Ehrenrunde beim Happel Stadion und schon auf die Heimstrecke, die 2km Hauptallee zum und vom Lusthaus. Hier sind endlich die Schmerzen, die mich seit km 3 verfolgt haben endlich weg. Warum? Ganz einfach – hunderte andere überlagern diese :-)

Wir albern rum, mit großen Augen links und rechts fragen sich die Runner, wie es Triahleten so geht bei km 35 die große Klappe zu führen. Scheinbar nicht so viel Luftbedarf wegen geringer Hirnmasse scheinen sich einige zu denken. Bei km 35 gibt es dann endlich Coca Cola und dann raus aus dem Prater zur Stadionbrücke. Von da an sind dann auch Chris und Astrid mit dem Rad ein paar Kilometer dabei und berichten vom Trainingslager der Irondrakes in der Toskana.

Bei der Stadionbrücke hole ich mir vorzeitig einen Siegeskuss von Laura ab und die letzten Kilometer werden in Angriff genommen, Pace wird mit 5:20min/km ein wenig verstärkt. Bis zur Franzensbrücke so weit so gut – doch dann fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Km 39, 3h44 stehen auf der Uhr. 3 mal 5:20 gibt 16min, naja, d.h. die letzten 200m in einer Sekunde – unrealistisch. Andi Roth, Chris und Astrid sagen für heute „Adieu“ – vielen Dank für die Unterstützung.

Also mal drauf drücken – das rasante Ende kommt. 4:45min/km, hunderte Überholvorgänge und ein motivierend auf mich einredender Andi treiben mich neben Finanzzentrum und Urania auf den Ring. Vorbei am und MAK geht es beim Stubentor und Dr. Karl Lueger Denkmal auf den Ring. Die letzte Cola, km 40 ist passiert. Noch ein wenig mehr als 11min Zeit und der Stadtpark wird links liegen gelassen. Beim Schwarzenbergplatz spüre ich dann erstmal *wirklich* die Tempoverschärfung, aber da ist er schon, der Coca Cola Bogen vor der Oper – der letzte Kilometer ist eingeläutet. Beim km 42 biegt dann Andi noch links weg, ich rechts durchs Heldentor, die Hofburg vor und neben mir. Kurzer Check der Uhr… 3h58, perfekt. Winken der Masse, lächeln, der Stolz bleibt, der Schmerz schon weg und das Ziel da. 3h59min10sec.

Here we go, einsammeln der „Meedön“, Goody-Pack und dann raus zum Maria Theresia Platz wo Laura, Mama, Papa und Andi schon warten. Ein paar Fotos und ab nach Hause. Was gibt’s noch zu sagen? Das Schnitzel am Mittagstisch hat selten so gut geschmeckt, und Helga hat mit 4h15 doch eine ansprechende Zeit für den ersten Marathon geschafft.

Nochmals Danke an alle Beteiligen für eine schöne Sonntag Sightseeing Tour

Christian „Mav“

Radtraining Mallorca II


Nachdem ich ja bereits letztes Jahr auf Mallorca ein tolles Radtraining erleben durfte, stand auch für dieses Jahr wieder eine Woche Mallorca am Programm. Diesmal allerdings war´s privat organisiert, also nicht mit einem der grossen Veranstalter vor Ort. Hier nun die Erfahrungen.

Die Anreise war problemlos rasch und günstig noch im Jänner bei AirBerlin gebucht. Für mich war´s ein Direktflug von Basel. Zukünftig ist die Anreise mit einem Mietauto als Option zu berücksichtigen, gerade bei den frühen bzw. späten Flügen! Falls das eigene Rad mit soll, gibt’s mit der Zusatzcard von AirBerlin noch günstige Konditionen.

Auch dieses Jahr habe ich mich entschieden mein Rennrad zuhause zu lassen und Vor-Ort zu mieten. Tatsächlich bekam ich dann von http://sportbequi.com ein hübsches Ridley Rennrad in Alu für Eur 110 bei einer Mietdauer von 10 Tagen. Als Alternative wäre auch noch http://www.ciclosquintana.com zu nennen (mit schönen Merida Bikes).

Dieses Jahr war der Standort in S’Arenal – also direkt am Ballermann 4. Als Unterkunft bezogen wir Appartements im Hotel Tres Torres. Einfach, sauber und gut gelegen ohne Frühstück bzw. Abendessen. Für’s Frühstück gingen wird dann immer in ein nahegelegenes Hotel und zahlten dort Cash.

So nun zum “Kern der Sache” dem Radfahren. Von der Playa de Palma aus lassen sich sowohl schöne flache als auch Touren in die Berge machen. Hier die einzelnen Touren die wir gemacht haben:

km Höhenmeter Beschreibung
55
Einfahren Richtung Llucmajor in die Hecke
145 984 MA6014 / SesSalines / Santanyi / Cala Figuera / CasConcos / Felanitx / Kloster (510hm) / Porerres / Algaida / Llucmajor
115 1090 Santa Maria del Cami / Bunyola / Orient / Alaro
145 1900 Sant Jordi / Santa Maria / Esporles / Ma-10 / Deia / Soller / Bunyola / Orient / Alaro
135 2617 Bus nach Inca / Selva / Caimari / Escorca / sa Calobra / Puig Major / Soller / Bunyola / Santa Maria del Cami
80 361 MA-6014 / Punta de Ca'n Barbut
106 1142 Santa Maria del Cami / Palmanyola / Esporles / Puigpunyent / es Capdella / Calvia / Ma-1016 / MA-1043
118 980 MA-6020 / Llucmajor / Puig de Randa / Monturi / Porreres / Vilafranca de Bonany / Sant Joan / Algaida / Llucmajor
110 980 Palma / Palmanova / Calvia / es Capdella / Andratx / Sant Elm / Port d' Andratx / Peguera / Rotes Velles / Ma-1014 / Coll des Cocons / Palmanova


Hier noch ein paar Eindrücke:


Schöne Abfahrt in der Nähe von Galilea


Einer der Highlights Sa Calobra - unendlich viele Serpentinen 800hm runter zum Meer und wieder zurück!


Stausee beim Puig Major


Rennräder machen Pause!


Und zum Abschluss gibt's ein Bier

Zusammenfassend kann ich also Mallorca jedem für ein Radtraining empfehlen. Ich werde nächstes Jahr wieder dort sein.

PS: Schwimmtraining wäre wohl auch gut möglich gewesen. Zwei Kollegen hatten ihren Neopren mit und haben entsprechend regelmässig ihr Training absolviert.

Wien - Klagenfurt Tages(Rad)tour


Als um 4:00 mein Handy-Wecker läutete, war ich erstaunlicherweise kaum noch müde. Heute war es also soweit, monatelange Planungsaktivitäten, Abstimmungsemails und Telefonate mündeten in einer kommoden IronDrake Radfahraktion. Wien-Klagenfurt in a day – das war das Ziel und langerhand von unserem Trainer Pete und dem Fachexperten für lange, schnelle Dinge am Rad, Snick, geplant. Nach einem frühmorgendlichen Kaffee schnappte ich mein Camelbag, verfrachtete mein Rennrad ins Auto und machte mich auf zum Ausgangspunkt der Tour: Wien – Siebenhirten.Peter war schon vor Ort als ich mein Vorderrad in der Gabel mit dem Schnellspanner montierte. Nach und nach trudelten pünktlich die anderen Drakes ein: der Mann der Zahlen Wolfgang, Andi Kilometerbolzer sowie der prinzerne Christian. Pünktlich um 5:00 starteten wir die ersten Pedalumdrehungen gen Klagenfurt. Das Wetter auf den ersten 80km war wie geschaffen für diese Tour. Wir verließen bei Sonnenaufgang in der Morgensonne die Wiener Stadtgrenze und kurbelten relaxed Richtung Semmering. Die Tour war so geplant, dass die „nicht notwendigen Höhenmeter“ diesmal ausnahmsweise ausgelassen wurden. Deshalb ging es zunächst bis Neunkirchen flach dahin. Nach den ersten 15km stieß ein Arbeitskollege von Christian P. zu uns, der dankenswerter Weise gemeinsam mit Christian bis zum Semmering die Führungsarbeit übernahm. Im Bulk dahinter wurde in der Morgenstimmung gemütlich geplaudert - leider haben die Croissants und der Kaffee (vorerst) gefehlt. Nach einer Stunde Fahrzeit gab Snick das erste Mal das Zeichen zu einer geplanten 5 Min Pause. Nach den ersten Müsliriegeln und Isostarschlucken (und es sollten noch sehr viele folgen) gings weiter: Kurz vor Neunkirchen verabschiedete sich der Mann der Zahlen Wolfgang und ab nun lagen sämtliche statistischen Aufgaben bei unserem Trainer und Snick. Diese konnten zwar Wolfgang diesbezüglich nicht das Wasser reichen, aber wir hofften sowieso im Trockenen nach Klagenfurt zu kommen. Bei der Ortsdurchfahrt Neunkirchen stand die zweite Blitzpause an und einige Croissants und Cappuccinos mussten daran glauben.Von nun an ging’s tendienziell bergauf Richtung Semmering. Leichter Gegenwind hatte sich auch schon bemerkbar gemacht aber das war noch gar nix gegen das, was uns auf der anderen Seite des Semmerings erwartete. In Schottwien konnte ich meinem inneren Drang nicht widerstehen und schwenkte auf meine übliche Radtaktik ein: Gleich zu Beginn flott fahren damit der drohende Einbruch später auch gerechtfertigt ist :=) Auch Peter fand an dieser Taktik Interesse und so kurbelten wir auf das Dach der Tour. Die anderen Drakes gingen die Sache vernünftiger an und so trafen nach einer kurzen Bio-Break (Wurschtsemmel essen, Entwässern) alle Fahrer am Scheitelpunkt des Semmering ein. Und wieder einmal war es time to say goodbye. Diesmal schüttelten wir Christian P. die Hand, schwangen unsere Hintern in die Sättel und kurbelten bei kühlen 10 Grad den Semmering hinunter.

Jetzt also konnte plangemäß der angenehmste Streckenabschnitt der Tour beginnen. Etwa 70 Kilometer sollte es bis Bruck an der Mur hinunter gehen. Leicht und gleichmäßig bergab sollten günstige Bedingungen bestehen, um den semmeringbedingt etwas mickrigen Schnitt von 26 km/h in die Höhe zu schrauben. Gestern noch war Windstille angesagt. Optimale Vorzeichen also. Aber es kommt anders.
Das erste Stück den Semmering bergab peitscht uns schon der böige Wind entgegen. Wo man normalerweise bequem und ohne viel Strampelei mit einem 60er runterrollt, fahren wir nun in enger Formation – Rad an Rad – erkämpfte 35 Stundenkilometer. Jetzt kurz nach 8 Uhr ist es noch recht kühl. So kommt es, dass wir alle Windjacken tragen, die das Leben nicht gerade einfacher machen...

Die sattgrün, frühsommerliche Landschaft im oberen Mürztal lenkt etwas vom Gegenwind ab. Über immer stärker frequentierte Straßen fahren wir den hellgrauen, dichten Haufenwolken aus südwestlicher Richtung entgegen. Es geht über Mürzzuschlag nach Langenwang, wo der nächste Stopp angesagt ist. Snick, der sich immer mehr als „Zugpferd“ der Truppe herauskristallisiert, steigt – vom Wind und Straßenverkehr leicht genervt - vom Drahtesel. Mit fast eingeimpfter Disziplin schauen wir alle auf die Uhr, um die fünfminütige Pause möglichst sinnvoll zu nützen. Mangels Tankstelle nützen wir ein einfaches Gasthaus zum Auftanken und die sonstigen Aktivitäten.

Auf Land- und Nebenstraßen geht es weiter in Richtung Klagenfurt. Jeder scheint inzwischen einen eigenen Weg gefunden haben, mit den Energien sparsam hauszuhalten. Andi verwendete dazu den neu erworbenen Leistungsmesser, der die Belastung auf den Watt genau angibt. Die Gleichmäßigkeit der Fahrt kann auf diese Weise sehr objektiv festgestellt werden. Ich hielt mich eher an die traditionelle Methode, durch minimalem Abstand zum Vordermann – meistens ist das Snick - möglichst viel Windschatten zu erhaschen. Von viel Abwechslung in der Führungsarbeit kann man nicht mehr sprechen. Johannes scheinen die Energien nicht abzugehen. Diesen Eindruck macht der Beginn seiner Steigerungsfahrt, die sich bis Klagenfurt fortsetzen sollte. Alle anderen haben wenig Interesse, sich bei 30 bis 35 km/h vorne in den Wind zu stellen.

Es ist etwa 11 Uhr. Bei der Fahrt durch Kindberg beginnen die ersten Überlegungen, den Zeitpunkt, den Ort und die Modalitäten des Mittagessens zu optimieren. Die Ideen sind sehr weit reichend. Vom schnellen Wurstsemmerl bei einer Tankstelle bis zum gutbürgerlichen Schmaus ist alles möglich. Die motivatorische Wirkung wird genau kalkuliert. Es ist sicher günstig, bei der Mittagspause deutlich mehr als die Hälfte der Strecke hinter sich zu haben. Andererseits rührt sich immer deutlicher der Magen, was philosophische Denkspiele hintergeht. Schlussendlich entscheidet ein Defekt an Peters Rad, der sein Rad kurzfristig zu einem Fünf-Gang-Rad macht, weil sich die oberen Gänge nicht mehr schalten lassen. Nach einer kurzen Irrfahrt durch Bruck an der Mur – es ist aufgrund Jo’s guter Vorbereitung die einzige geblieben – landen wir dann in einem Wirtshaus in Niklasdorf, wo wir einkehren.
Diverse Leberknödelsuppen, deftige Pfannengerichte und Schokopalatschinken später steigen wir nach einer Dreiviertelstunde wieder auf unsere Räder. Der Defekt – es war ein gelockerte Fixierung des Schaltseils – war schnell repariert. So steht den fehlenden 140 Kilometern bis zum Wörthersee nichts im Weg. Nun geht es die nächsten ca. 90 Kilometer das Murtal hinauf. Die Wolken haben sich inzwischen etwas verzogen. Es ist spürbar wärmer geworden. Die Sonne kommt immer mehr zum Vorschein. Eines ist geblieben, wie es war – der Südwestwind.
Wir folgen dem Murradweg. Besonders mit vollem Magen ist es recht angenehm, eine Weile nicht auf den Straßenverkehr achten zu müssen. Über die Reihenfolge brauchen wir uns keine Gedanken mehr zu machen. Johannes fährt vorne. Ich klebe am Hinterrad. Peter und Andi fahren hinten. In der Gegend um Knittelfeld – wir haben ca. 190 Kilometer am Tacho stehen – zeichnet sich ab, dass Andi Probleme mit dem Tempo hat. Das Team zieht sich so auseinander. Wir warten regelmäßig im Stundentakt zusammen und machen wie gewohnt nur kurze Pausen.
In Judenburg zeigt sich endlich das sommerliche Wetter, wie es noch am Vortag im Wetterbericht versprochen wurde. Sonnenschein, 25 Grad und beinahe Windstille. Bei einer Tankstelle stoppen wir kurz. Andi saugt sich diverse Powergels hinein, um zum gewohnten Tempo zurückzufinden. Die nächsten Kilometer werden nicht ganz einfach. Es soll den Perchauer Sattel hinauf gehen. Er ist nicht besonders hoch, aber ein paar hundert Höhenmeter sind kein Spaß, wenn man angeschlagen ist und mehr als 200 Kilometer in den Beinen hat.
Nach Unzmarkt und Scheifling warten wir am Fuß des Bergs zusammen, der uns von Kärnten noch trennt. Langsam machen sich Gedanken an die abendliche Pizza in Klagenfurt breit. Ab noch ist ja einiges zu tun. 80 Kilometer fehlen ja noch. Den Perchauer Sattel hinauf ändert sich die gewohnte Reihenfolge. Peter attackiert von Anfang an. Wir können bzw. wollen anfangs nicht folgen. Nachdem wir ihn nach fünf Minuten auf den gestreckten Serpentinen nicht mehr sehen können, fahren wir unser Tempo und begraben unsere Hoffnungen auf die interne Bergwertung. In Neumarkt in der Steiermark treffen wir uns, wo wir uns im Kaffeehaus für die abschließende lange Abfahrt ein bisschen mit Espressos aufputschen.

Auf der Abfahrt geht es über die Landesgrenze nach Friesach. Wieder kommt es zu einer Attacke von Peter. Diesmal allerdings nicht bergauf, sondern am steilsten, kurvigen Abschnitt bergab. Wieder können wir nicht folgen. Diesmal geben wir aber nicht kampflos auf, sondern kämpfen uns im belgischen Kreisel oft heran. Oft wird der Abstand knapp. Peter gelingt aber immer die Flucht nach vorne. Die unterhaltsame Verfolgungsjagd dauert dann etwa eine halbe Stunde, bis wir in Althofen die letzte Pause vor Klagenfurt einlegen. Andi zeigt seine berühmten Beißerqualitäten. Nach den letzten 90 Kilometer, die er sprichwörtlich am Zahnfleisch zurückgelegt hat, werden die verbleibenden 35 Kilometer aber auch kein Problem sein. Die restliche Strecke ist relativ ereignislos.
Locker rollen wir zur Ortstafel, wo wir uns um ca. 8 Uhr am Abend zwecks „Beweisfoto“ treffen. Weiter geht es nun zum Quartier am Wörthersee und zum verdienten gemeinsamen Abendessen in der Pizzeria. Am See angekommen, kommen wir pünktlich zum Sonnenuntergang. Ein ereignisreicher Tag. Wir sind zufrieden. Das Ziel ist erreicht.

Pete + IronChris

Drake-Transalp-Test-Ride


Guten Morgen, Drakes!

Die gestrige erste Generalprobe für unsere Transalp ist geglückt! Alle wesentlichen Benchmarks wurden erreicht oder sogar übertroffen. Wie es sich für eine Generalprobe gehört, wurden die Rahmenbedingungen perfekt simuliert. Von Sonnenschein bis Tropenregen wurden fast alle meteorologischen Facetten durchgespielt. Technik und Mensch haben diesen Prüfungen standgehalten.



Snickinator hat sogar Berge versetzt. Mit der Kraft seines Ellenbogen hat er die Rundung des Hohlwegs noch harmonischer gestaltet. Der Snick hat nachher trotz blutendem Ärmel besser ausgschaut als der Hohlweg. =O) Die nächsten Hohlwege hat er dann aber in Ruhe gelassen.



Auch das Après-Bike hat gehalten, was es versprochen hat. Der TransAlp-typische Hunger war noch nicht 100%-ig ausgeprägt, aber am besten Weg zur vollen Entfaltung Ende Juli. Am Donnerstag ist ja unsere zweite Generalprobe. Mike wird aller Voraussicht nach dabei sein. Ich bin schon sehr gespannt.



CiaoPete

Mentaltrainingseinheit mit Motivator


Eigentlich wollte ich heuer läuferisch einiges erreichen. Tja, eigentlich ...



Im Herbst 2008 schmiedete ich Pläne für meine Saison 2009. Es sollte ein Laufjahr werden und beim Wien Marathon hatte ich die magische 3 Stunden Marke im Visier. Vielleicht nicht darunter, aber zumindest nah dran. Und auf dem Weg wollte dorthin auch noch alte Ziele erreichen wie den Sub 1:30 Halbmarathon und den Sub 40 Minuten 10km Lauf.

Der Trainingsplan war aus dem Buch "Marathon - Die besten Programme" von Runner's World, ist auf 12 Wochen und Umfänge bis zu 100km ausgelegt. Ich wusste, dass es hart wird, aber mit den Grundlagen der letzten Jahre und etlichen Long Jogs im Herbst und Winter sollte es schon irgendwie gehen. Das war ein Irrtum, denn nach 3 Wochen hatte ich Waden wie aus Stein. Alles war zuviel: Zuviel Einheiten pro Woche, zu hohe Umfänge und überhaupt erst die schnellen Intervalle! Ich sah ein, dass es sinnlos war, weil ich zuwenig Grundlagen hatte. Das Training wurde total runtergefahren und die Waden lockerten sich wieder. Der Marathon sollte zu einem lockeren Lauf werden, bei dem ich Motivation für künftige (Helden-)Taten sammeln wollte.

Eineinhalb Wochen vor dem Tag-X dann das: Im Fitness-Center in der Sauna blieb ich mit einem Zeh zwischen den Brettern der Saunabank hängen und - knacks - war er gebrochen oder zumindest ziemlich verstaucht. Die violette Färbung am nächsten Tag verhieß nichts Gutes, obwohl sich die Schmerzen in Grenzen hielten. Da es täglich ein bisschen besser wurde, verzichtete ich auf eine ärztliche Behandlung. Bei einem Testlauf 3 Tage vor dem Marathon schmerzte zwar jeder Schritt, aber gerade nicht soviel, dass man zur Aufgabe gezwungen wird. So wollte ich beim Marathon auf jeden Fall starten, aber zog auch in Erwägung auszusteigen, wenn es zu schlimm werden sollte.

Vom Start weg ging es ganz locker und weniger schmerzvoll als erwartet. Auf der Lasallestraße wechselte ich auf die linke Seite, da dort weniger Leute waren. Nach dem Praterstern merkte ich, dass ich durch den Seitenwechsel ca. 200m unabsichtlich abgekürzt habe. Einen weiteren Kilometer traf es mich wie einen Blitz: Sollte auf rechten Seite beim Praterstern eine Zeitmessmatte gewesen sein, dann wäre ich nun disqualifiziert. Mit der Ahnung im Hinterkopf läuft es sich nicht besonders und leider kam ich nicht auf die Idee andere Teilnehmer wegen der Matte zu fragen.

Bei Kilometer 10 machte sich eine riesige Blase am linken Fußballen bemerkbar, obwohl die Laufschuhe schon eingelaufen waren und nie Probleme machten. Ab dann schmerzte wirklich jeder Schritt. Hunger kam auch schon auf, Bananen gab es aber erst ab km 15 - na toll, auch noch ein kleiner Hungerast. Der Halbmarathon hätte mir eigentlich schon gereicht, aber blöd wie Eisenmänner so sind, kommt eine Aufgabe nicht in Frage.

Immer langsamer werdend traf ich bei km 30 Christian (Mav), der mich begleitete und gut zuredete die häufiger auftretenden Gehpausen rasch wieder zu beenden. Er bestätigte auch, dass ich noch in der Wertung bin. Johannes begleitete uns ein Stück mit dem Rad und machte Fotos. Bei der Oper verabschiedete sich Christian und ich löste ihm gegenüber das Versprechen ein, die restlichen 500m brav durchzulaufen. 3:55:21 Nettozeit.

Es war mein langsamster (normaler) Marathon, zwei Tage später kann ich noch immer nicht richtig gehen - ein netter Mix aus kaputtem Zeh, riesiger Blase und leeren Muskeln - dennoch war es gut. Der Wille, trotz der Umstände, nicht aufzugeben wird mir bei künftigen Rennen sicher helfen, wenngleich ich mir im Moment nicht vorstellen kann, mich demnächst wieder zu schinden.

Vielen Dank an Christian! Ohne seine verbalen Anschubser, hätte ich noch etliche Minuten auf dem Asphalt liegen gelassen.

Alles was Recht ist


Das Wetter ist schön, zahlreiche Ausfahrten stehen am Programm und etliche Mythen ranken sich um das, was man mit dem Rennrad darf, und was nicht. Das hat nun ein Ende, denn ich habe mich schlau gemacht!

Schutzausrüstung - StVO §66 (Fahrradverordnung)

Rennräder brauchen nur zwei Bremsen und eine Beleuchtung, wenn es die Sicht erfordert - aus. Den ganzen Rest (Klingel, Reflektoren vorne, hinten, auf den Pedalen und Rädern) brauchen nur "normale" Räder. Zum Unterschied muss ein Rennrad folgendes aufweisen: Eigengewicht des Fahrrades max. 12 kg, Rennlenker, äußerer Felgendurchmesser mindestens 630 mm und äußere Felgenbreite höchstens 23 mm. D.h. Mountainbikes bräuchten die Schutzausrüstung.

Benutzung von Fahrrädern - StVO §65

Falls das mal wer braucht (evtl. auf dem Gehsteig): Wer ein Fahrrad schiebt, gilt nicht als Radfahrer.

Verhalten der Radfahrer - StVO §68

Radwege sind ein ganz wichtiges Thema: Bei "Trainingsfahrten mit Rennfahrrädern" DARF die "Radfahranlage" benutzt werden. D.h. ist neben der Straße ein Radweg, muss ich diesen mit dem Rennrad nicht benutzen. Die Definition von Rennfahrrädern steht oben, zu den Trainingsfahrten findet sich nichts im Gesetz. Ich würde mal sagen Rennrad + Sportkleidung + Helm (+ Tempo) = Trainingsfahrt. Bei anderen Rädern MUSS der Radweg benutzt werden, wobei es Ausnahmen gibt (breite Anhänger, mehrspurige Räder).

Man darf bei Trainingsfahrten mit Rennrädern auf Radwegen und öffentlichen Straßen nebeneinander fahren. Dabei darf nur der äußerste rechte Fahrstreifen benützt werden. Es steht nichts über eine Mindest-Gruppengröße im Gesetz. D.h. zu zweit nebeneinander auf der Bundesstraße zu fahren ist zwar nicht ganz ungefährlich, aber erlaubt.

Das Befahren von Gehwegen und Gehsteigen mit Fahrrädern in Längsrichtung ist verboten. Eh klar! Theoretisch dürfte ich aber nach dem Gesetz den Gehweg mit dem Rad queren.

Folgendes ist auch verboten: Freihändig fahren, die Füße während der Fahrt von den Pedalen zu entfernen, sich mit einem Fahrrad an ein anderes Fahrzeug anzuhängen, um sich ziehen zu lassen, Fahrräder in einer nicht verkehrsgemäßen Art zu gebrauchen, zum Beispiel Karussellfahren, Wettfahren und dgl. Die Frage ist, ob letzteres die Ortstafelsprints ausschließt. ;-)

Ich hoffe der kleine Exkurs hat mit Gerüchten aufgeräumt und hilft bei der Argumentation mit unseren Freunden und Helfern.

Triathlon da capo


Beim Durchforsten meines alten Trödels stieß ich auf drei Rad-Kataloge vom mittlererweile abgebrannten Schuh Ski aus den Jahren 1991, 93 und 94. Ich habe mich beim Anschauen königlich amüsiert und möchte diesen Genuss meinen Sportfreunden nicht vorenthalten.

Anfang der Neunziger traf man eine - sagen wir mal kreative - Farbwahl bei der Gestaltung von diverser Sportausrüstung. Dies wird deutlich beim BASSO Kronos um 42.300 Schilling. Ästhetik pur mit 16 Gängen. Man beachte den anatomisch korrekten Winkel des Triathlonlenkers. Die Profis heutzutage sollten sich zurückbesinnen und die überstreckte und auch oft überhöhte Sitzposition aufgeben.

Für die Materialfetischisten gab es bereits vor 18 Jahren viele Möglichkeiten sein Geld anzubringen. Zum Auffrisieren der Aerodynamik investierte man in knallrote 3- bzw. 5-speichige FIR-Laufräder - selbstverständich in 26 Zoll. Der Hingucker schlechthin für günstige 34.000 Schilling. Weitere Sekunden konnten mit einem passenden Triathlonlenker gewonnen werden, der viel mehr Griffmöglichkeiten bot als die unbequemen Modelle heute.

Bei Ausfahrten auf dem Rennrad musste man nicht auf modische Kleidung verzichten. Dezente Farben fügten sich harmonisch in gefälligen Mustern zusammen und schmeichelten dem Auge. Auf Landstraßen oder in der Stadt wurde man leicht als professioneller Radler erkannt und konnte sich bewundernder Blicke sicher sein. Auf Funktionalität musste man dennoch nicht verzichten und mit den stoffüberzogenen Styroporhelmen oder dem schicken Kapperl war ganz nebenbei auch der Kopf geschützt.

Das Bild rechts zeigt einen schnellen Wechsel beim Staffeltriathlon vom Schwimmen aufs Radfahren. Man beachte den Neoprenanzug, dessen dünnes Material perfekt und ohne Falten am Körper sitzt um höchste hydrodynamischen Ansprüchen zu genügen! Das Rad ist unglaublich innovativ mit STI-Schaltung und Carbon-Rahmen. Das Ganze gab es 1993 um 78.000 Schilling. Setzt man zwei Prozent jährliche Inflation an, so enspräche dies heute läppischen 7.700 Euro - wenn schon Triathlon, dann richtig!

Ich sehne die nächste Retro-Welle im Sport herbei, damit wir endlich wieder so tolles Material wie früher bekommen und nicht ständig mit den langweiligen schwarzen Rädern in unschicken Klamotten rumfahren müssen.

Euer Stil-Berater

Andi

Radtraining Mallorca




Mitte März macht sich das Radfahren auf Mallorca gar nicht so schlecht im Trainingsplan. Ausgesucht haben wir uns den Club - PlayaDeMuro. Das ganze Hotel ist von Jänner bis im Mai den Radfahrern gewidmet. (Im Sommer kommen dann die "dicken Pauschaltouristen". Exklusiv Recht haben dort die Jungs und Mädels von Huerzeler. So ist dann auch alles mit schweizer Gründlichkeit top organisiert. Nachdem wir nur eine Woche gebucht haben, war die Entscheidung für ein Mietrad aus finanzieller Sicht naheliegend. Glücklicherweise haben wir schon entsprechend reserviert und jeweils eines der wenigen mit einer SRAM Compact bekommen.



Von unserem Standort Alcudia aus konnten wir sowohl schöne flachere Touren in den Süden und Osten unternehmen, als auch etwas knackigere Touren in den Westen der Insel. Höhepunkt eines jeden Mallorcaaufenthaltes ist auf jeden Fall die Küstenklassik die wir bei tollsten Wetter "geniessen" konnten. So konnten wir dann in Summe zum Saisonstart schon 600km auf dem Rad absolvieren.



Verpflegung und Unterkunft waren Tip Top. Und das Hallenbad hatten wir fast alleine bei unseren Schimmeinheiten.

Neuer Triathlonshop


Vielleicht interessant - auf jeden Fall will ich es Euch nicht vorenthalten:

http://www.p3trisports.at

lg Wolfgang