Terminplanung 2012


Dieser Post wird laufend mit den Wettkampf-Teilnahmen 2012 der Teammitglieder aktualisiert. Damit können sich weitere Teilnehmer bzw. Zuseher bei den Veranstaltungen finden.

Status 30.08.2011:

A...Angemeldet, I...Interesse an Teilnahme, Z...Zusehen

SCHWIMMEN

    Tullner Aubad (Juni - Aug): Wolfgang Q. (I)
    Backwaterman (Juli 2012): Andi (I), IronChris (I), Pete (I), Wolfgang Q. (I)

RAD

    Trainingslager (März 2012?, Italien oder Mallorca?): IronChris (I), Schafspelz (I), Schweizer (I), Andi (I)
    CityClassicsVienna (Radrennen SO-Tangente, Frühjahr 2012): Pete (I), Andi (I)
    Laaange Radausfahrt (z.B. Wien-Salzburg): Andi (I), IronChris (I), Pete (I), Wolfgang Q. (I)
    Rad am Ring (August 2012): Andi (I), IronChris (I)

LAUFEN

    Vienna Night Run (8.10.2011): Schafspelz (I)
    Silvesterlauf (31.12.2011): Schafspelz (I)
    LCC-Winterserie: Schafspelz (I), Andi (I)
    VCM-Serie: Schafspelz (I)
    Wien Energie Halbmarathon (18.3.2012): Schafspelz (I), Andi (I)
    Vienna City Halbmarathon (15.4.2012): Wolfgang Q. (I), Birgit (I)
    Leobersdorfer Brückenlauf (Mai 2012): Schafspelz (I)

TRIATHONS

    Obergrafendorf Triathlon (Mai 2012?): Andi (I), IronChris (I), Schafspelz (I), Wolfgang Q. (I), Birgit (I)
    Ironman70.3 St.Pölten (20.5.2012): IronChris (A), Schafspelz (I), Wolfgang Q. (I), Birgit (I)
    Ironman Kärnten (1.7.2012): Schafspelz (I wenn Nachnennung möglich)
    Ironman Frankfurt (8.7.2012): Snick (A)
    Waldviertler Eisenmann (August 2012): Schafspelz (I)
    Ironman70.3 Zell am See (26.8.2012): Schafspelz (A)
    Podersdorf (August 2012, Staffel): Wolfgang Q. (I Swim), Birgit (I Swim od. Rad)


Bitte einfach im Kommentar eine Teilnahme, wenn auch einstweilen nur als Überlegung, bekanntgeben. Der Kommentar wird dann in den Post übernommen und anschließend gelöscht.

5 km Swim - Donauman 17.08.2011


Verfaßt von Wolfgang Q.:


Nach 3 Jahren (das letzte mal habe ich mir mit Jo die 5 km im Tullner Aubad, damals Aquaman, gegeben) war es wieder soweit, ich entschloss mich beim Donauman 2011 an den Start zu gehen. Die Voraussetzungen meine bisherige Zeit zu verbessern, hat vor 2 Wochen noch sehr gut ausgesehen. Leider kam dann wieder eine Hornhautverletzung und eine Verkühlung dazwischen, die mich 2 Wochen nicht trainieren ließen, wodurch meine Schwimmform leider sehr stark litt.



Diesmal hatte das Tullner Aubad 25 Grad. Im Unterschied zum 18,2 Grad kühlen Ottensteiner Stausee habe ich mich erstmals seit langem wieder in meinen Neo hineingezwängt. Nun ab zum Startplatz. Dort wurde ich in einer Konversation mit einem anderen Schwimmer je durch den Startschuss unterbrochen. Ups jetzt geht’s los. Nach nur rd. einer Minute war es traurige Gewissheit, das wird nichts mit einer guten Zeit. Vermutlich durch einen größeren Brustumfang, habe ich im Zuge des Lossprintens beinahe überhaupt keine Luft mehr bekommen, sodass ich sofort mit dem Tempo runtergehen musste. Es kamen wieder die Gedanken des Aufgebens. Diesmal nicht weil es zu kalt war, sondern weil es zu heiß war und ich keine Luft bekommen habe.

Nun ja mit gedrosseltem Tempo schwam ich dennoch weiter, leider konnte ich der besseren Gruppe nicht nachschwimmen und musste sie ziehen lassen. Ich reihte mich in eine 4er oder 5er Gruppe ein. Nach rd. 2 Runden waren die mir aber zu langsam und ich zog alleine meine Kreise. Nach fünf Runden war es dann soweit ich habe mich wieder einmal durchgebissen und voller Ehrgeiz lief ich hinauf zur Zeitmessung. Mit einer Zeit von 1:15:41 war ich um rd. 30 Sekunden langsamer als noch vor 3 Jahren. Mit dieser Zeit habe ich auch knapp das Potest als 4. unter den Masterschwimmer verfehlt, wodurch ich diesmal auch leider ohne Pokal heimkehrte. Obwohl es sehr mühsam war, ich leider meine Bestzeit nicht unterbieten konnte, hat es mir dennoch getaugt.

Alpenbrevet 2011


Haarnadelkurven, herrliche Ausblicke und kühne Abfahrten prägen das Alpenbrevet. Je nach belieben kann die Silber, Gold oder Platinstrecke in Angriff genommen werden. Noch unterwegs kann man sich für die eine oder andere Strecke entscheiden:

Silber: 3 Pässe, 131km und 3875 hm (Grimsel, Furka und Susten)
Gold: 4 Pässe, 172km und 5294 hm (Grimsel, Nufenen, Gotthard und Susten)
Platin: 5 Pässe, 276km und 7031 hm (Grimsel, Nufenen, Lukmanier, Oberalp und Susten)



Das Alpenbrevet ist ein Begriff in der Schweiz. Ich denke man kann sich dem Alpenbrevet auf zwei Arten nähern: einerseits als Wettkampf oder als einen sportlichen Event. Nachdem sich für das Wochenende schönes Wetter ankündigte und ich sowieso etwas Biken gehen wollte, entschloss ich mich auf zweitere Art der Herausforderung zu stellen. Auch weil ich nicht wirklich wesentliches Bergtraining gemacht habe, abgesehen von den paar “Hügel” in Italien. Somit wurde eine kleine Überschlagsrechnung gemacht: rund 3500m hatte ich letztes Jahr schon mal gemacht, somit sollte die Silber Tour kein Problem sein. Auf der anderen Seite ist die Platin Tour (im Moment) unerreichbar. Daher war klar, dass das “Gold” am Programm stand. Somit stand das Motto fest “einen schönen Tag in den Bergen verbringen – und neue Pässe kennenlernen”. Grimsel und Susten kannte ich, Nufenen und Gotthard waren neu.

Start ist um 6:45 in der Morgendämmerung – Zielschluss 21:15 – also mehr als genug Zeit. Aufstehen 4:00 – Abfahrt 5:00 – Startnummer holen 6:00 – Feststellen, dass die Schraube für die Getränkehalter locker ist und kein “richtige” Werkzeug dabei 6:44. Egal es wird sowieso ein langer Tag. Über die Startlinie gefahren, das Fehl ziehen lassen und einmal in Ruhe zum Bike Doktor. Dort wird dann noch die letzte Schraube fest angezogen, und es geht ab auf die Strecke.



Das Feld wird von hinten solange aufgerollt, wie ich in meinem Tempo locker noch fahren kann. Von Anfang an war mir klar – “nur nicht die Körner verschiessen”. So geht es dann die Grimsel hoch. Anfangs noch ziehmlich im Schatten, dann die letzten Höhenmeter glücklicherweise in der Sonne. Der Vorteil an der Veranstaltung ist, dass ich mich nicht um Getränke und Verpflegung kümmern muss, auf jedem Pass in fast jedem Tal gibt es einen Versorgungsposten.



Schnell merke ich, dass die Abfahrten ebenso anstrengend sind wie die Anstiege. Ich brauch wohl wirklich bald ein “richtiges” Rennrad – mit dem Triathlon Rad macht die Abfahrt einfach nicht so Spass. Ausserdem ist es auf über 2000m bei den hohen Geschwindigkeiten doch recht frisch. So geht es dann schnell vom Kanton Bern in den Kanton Wallis. Schön durch die Orte zu brausen in denen man im Winter Langlaufen geht. Leider ist die Zeit des Highspeed ziehmlich kurz und schon steht der nächste Pass vor dem Rad.



Nun den Nufenen hinauf und in das Tessin hinunter. In Airolo wäre die Abzweigung auf die PlatinTour, nur hätte ich da etwas schneller dort sein müssen, nun ist die Abzweigung schon geschlossen.



Als nächstes steht der Gotthard am Programm – hinauf geht es die alte Gotthard Strasse, mit viele viele Kurven und einem historischen Kopfsteinpflaster. Oben angekommen war dann klar dass der Tag zwar lange wird, aber nur mehr ein Pass am Programm stand. In rasanter Abfahrt geht es dann hinunter, durch Andermatt hindurch Richtung Wassen. Nun stehen die letzten 1300hm am Programm. Und weil es so ein schöner Tag war gönne ich mir auch noch eine kleine Kaffeepause.

Schliesslich bin ich dann 174km später, und nach einem tollen Tag wieder in Meiringen

Rammstein, ein ehemaliges Kloster und 226 Kilometer


...und natürlich auch die genialen TUC-Kekse!


Am Donnerstag, drei Tage vor dem Ironman Regensburg, packte ich abends meine sieben Sachen und wollte mir schnell eine Playlist für meinen iPod Shuffle zusammenstellen. Da ich weder Muse noch Zeit für eine ausgfeilten Mix hatte, zimmerte ich mir schnell ein Rammstein Best-Of zusammen. Dieses sollte mich das ganze Wochenende über begleiten. Tags darauf ging das Abenteuer los.


„Mercedes Benz, und Autobahn
Alleine in das Ausland fahren
Reise, Reise, Fahrvergnügen
Ich will nur Spaß, mich nicht verlieben.“ (Pussy)


Den Benz tauschte ich gegen einen ICE ein, der Spaß sollte in 48 Stunden dem Ernst weichen und verliebt bin ich bereits seit 12,5 Jahren! Ich war in weniger als vier Stunden in Regensburg und spazierte zum Hotel Karmeliten, das ich letzten Herbst für nur 49 Euro die Nacht buchte. Das günstige Zimmer ging mit einem geplanten Komfortverlust einher. Es diente in dem ehemaligen Kloster einem Mönch als Unterkunft. Originalgetreu fehlten Fernseher, Telefon, Dusche und auch WC. Eine Waschmuschel gab es aber. Zum Glück hatte ich zur Unterhaltung meinen iPod mit. Auf dem Weg zur Wettkampf-Registrierung war ich Feuer und Flamme für diese wundervolle Stadt:

„Rammstein - Ein Mensch brennt
Rammstein - Fleischgeruch liegt in der Luft“ (Rammstein)



Letzteres stellte sich als die „Wurstkuchl“ heraus. In der historischen Bratwurststube ließ ich mich gleich zu Bratwürstel auf Sauerkraut und Weißbier nieder. Noch war es nicht zu Spät für solche Experimente in der Wettkampf-Vorbereitung. Nach der üblichen Prozedur von Registrierung, Rennbesprechung und Pastaparty - alles hervorragend organisiert - ging es zurück ins Hotel.

Tags darauf brachte ich mein Rad und die zwei Wechselsäcke zum 10 km entfernten Guggenberger-See („Guggi“), einem ehemaligen Baggersee. Auch dort alles toll organisiert. Ein Shuttlebus brachte die Athleten wieder zurück in die Stadt. Wie ich Mike versprochen hatte, schaute ich in den Regensburger Dom. Dort zündete ich zwei Kerzen an - für die Toten und die Lebenden. Eine dritte sollte für die Athleten sein. Da ich jedoch zuwenig Geld dabei hatte, zählte ich die Athleten zu den Lebenden. Gilt das?

Am Wettkampftag wartete ich nach vier Uhr Tagwache, Frühstück und Spaziergang zum Zielgelände im Regen auf den Shuttelbus zum Start. Dort angelangt kostete mich ein dringendes Bedürfnis mit dem zugehörigen Warten vor dem Dixi-Klo weitere Minuten. Hastig das Rad aufgepumpt, in den Neo gequetscht und kurz eingeschwommen ging es um sieben Uhr richtig los. Mittendrin statt nur dabei lautete heuer meine Devise.

„Auf den Wellen wird gefochten
Wo Fisch und Fleisch zur See geflochten
...
Ahoi
Reise, Reise
Seemann, reise!
Und die Wellen weinen leise
...
Jeder tuts auf seine Weise“ (Reise, Reise)


So schwamm ich im größten Getümmel, bekam den einen oder anderen Hieb ab, war dafür fast immer im Sog der Meute. Der kleine See mit recht trüben Wasser zwang zu einer Streckenführung mit sechs Richtungswechseln, was die Orientierung nicht gerade erleichterte. Dennoch war ich nach 1h09min aus dem Wasser, eine neue persönliche Bestzeit. Nach einem raschen Wechsel direkt beim Rad ohne Sackerlsuchen, diese Option gab es hier, ging es zur zweiten Disziplin.


Da mein übergeordnetes Ziel nach dem letztjährigen Fiasko das Durchlaufen war, musste ich mich in Anbetracht zu geringer Trainingsumfänge am Rad bewusst zurückhalten. Mein Motto war daher ständig:

„Wer wartet mit Besonnenheit
der wird belohnt zur rechten Zeit“ (Rammlied)



Zwei Runden zu je 84 km mit Vorbeifahrt an Walhalla, zwei Donauquerungen und anschließendem Schlussstück nach Regensburg standen auf dem Programm. Die 700 hm pro Runde waren recht konzentriert zu Beginn und hielten rasante Abfahrten bereit. Bei einer fuhr mein "Roter Blitz" einen neuen Temporekord mit bestimmt 80 Sachen.

„Führe mich, halte mich
Ich fühle dich, ich verlass Dich nicht“ (Führe mich)


Tacho hatte ich keinen dabei. Überhaupt war mein Rad sehr puristisch ausgestattet: Flaschenhalter (kein Aero), Pannenspray für Schlauchreifen und Oberrohrtasche mit TUC-Keksen. Jawohl Kekse! Die waren Teil meiner im ICE zusammengebastelten genialen, aber ungetesteten Verpflegungsstrategie. Bei den acht Rad-Verpflegstationen je einen halben Riegel mit Iso, dazwischen Kekse. Ich brauchte einfach auch Salziges, damit ich den ganzen süßen Kram runterbekam. So kam ich nach 6h04min Fahrt im Dauerregen mit schwachen Wind in die zweite Wechselzone.

Nach einem recht schnellen Wechsel - ein paar Profis waren langsamer! - ging es auf die vier Laufrunden. Die vielen Zuschauer in der wunderschönen Altstadt von Regensburg sorgten für eine tolle Stimmung.

„Ich will eure Blicke spüren
Ich will jeden Herzschlag kontrollieren
...
Ich will eure Stimmen hören
Ich will die Ruhe stören
...
Ich will eure Hände sehen
Ich will in Beifall untergehen“ (Ich will)


Eine große Schleife in einem Park bot dazu eine Abwechslung, wie auch die Bodenbeschaffenheit: Asphalt, Kopfsteinpflaster, Wiese, Schotter, mal rauf, mal runter, es war alles dabei. Pro Runde ging es zweimal über die Donau. Ernährungstechnisch nahm ich pro Runde 3 Gels zu mir.

„Ich habe keine Lust etwas zu kauen
Denn ich hab keine Lust es zu verdauen“ (Keine Lust)


Um mir dann doch nicht komplett den Magen zu verkleben, wechselte ich die Gels mit den angebotenen Salzkeksen ab. Dazu gab es Wasser, das ich immer im Laufen trank. Auf der letzten Runde aß ich nichts mehr und trank nur noch Cola. Zusammen mit der bewährten Taktik der anfänglichen Zurückhaltung konnte ich am zweiten Halbmarathon noch ein wenig zulegen. Dem Magen ging es, Keksen sei dank, sehr gut. Der Puls konnte noch oben gehalten werden, jedoch wurden die Beine mit der Zeit schwer.

„Geadelt ist wer Schmerzen kennt
Vom Feuer das in Lust verbrennt
...
Mein heißer Schrei
Feuer frei!“ (Feuer frei)



Mit einer Marathonzeit von 4h12min kam ich nach insgesamt 11h32min47s kaputt, aber überglücklich ins Ziel. Meinen Wunsch einer Sub12 Zeit konnte ich mir somit erfüllen. Gut, ich hatte schon weit bessere Zeiten, aber diesmal schaffte ich es, den vorhandenen Trainingszustand ohne nachträgliche „hätte ich doch“-Gedanken in eine akzeptable Zeit zu verwandeln. Dabei hatte ich immer Spaß an der Sache, auch Dank der perfekten Organisation und des tollen Publikums.

Da ich voll Endorphinen war, brauchte ich drei Weißbier um wenigstens ein paar Stunden schlafen zu können. So ein Ironman-Tag ist ganz schön irre.

„Der Wahnsinn
Ist nur eine schmale Brücke
Die Ufer sind Vernunft und Trieb“ (Du riechst so gut)


Wenn der Wettkampf die Brücke darstellt, sind dann Vernunft und Trieb der Start bzw. das Ziel? Oder umgekehrt? Wenn man von der Brücke fällt, wo ist man dann? Im Reich des Did-not-finish? So viele Fragen!

Bevor ich mir aber noch mehr Gedanken darüber mache und endgültig verrückt werde, lege ich mir eine neue Playlist an. Vielleicht Coldplay? - Brrrrr, niemals! Dann lieber Klapsmühle.


Kärnten Ironman Austria 2011


Es war einmal ein kleiner Mann,
der fing mal zu trainieren an.
Im April dies Jahr war’s dann so weit,
es kam die erste Trainingseinheit.
Laufen stand auf dem Programm,
was der Andi ja schon kann.
So richtig schnell war er noch nicht,
drum endet hier noch nicht die G´schicht.
Beim Schwimmen, Radfahren und auch Laufen
musste er ganz schön viel schnaufen.
Oft zu faul die Laufschuh anzuziehn,
ziehte sich das Training ganz schön hin.
Doch mit den Drakes gemeinsam Radln,
stärkte stetig seine Wadln.
Und schwimmen gehn statt fern zu sehn
fand er auch schön langsam schön.
Der Tag der Wahrheit war nun da,
und auch der Drakes-Support, hurra!
Die Hymne spielt, der Startschuss fällt,
der Andi in die Fluten schnellt.
Den Christian hat er noch kurz gesehn,
doch ab nun muß jeder seinen eigenen Weg gehn.
Boje eins, und dann auch zwei,
sehnte er das Ende der 3,8km Schwimmen herbei.
Endlich geschafft und aufs Rad gestiegen,
konnte er die ersten 90km fast fliegen.
Ruperti rauf und wieder runter,
Radeln ist „fun“ und hält auch munter.
Die zweiten 90km was soll man sagen,
da musste er sich schon ganz schön plagen.
Ne Wespe kam noch kurz vorm Ende,
die stach ihn in die Lippe und nicht in die Lende.
Mit Schmerzen im Knöchel und die Lippe angeschwollen,
wollte er beim Laufen das Feld aufrollen.
Ein Tip vom Christian war Goldes wert,
Vereisungsspray ist nie verkehrt.
Die Birne leer, der Körper schwer,
lief er die 42km wie ein Bär.
Zum großen Glück musste er nie gehen,
und auch das Ende war schon abzusehn.
Er lief und lief und wurde immer schneller,
und auch das Funkeln in den Augen immer heller.
Das Ziel schon wirklich, wirklich nah,
hörte er die Menge und es war einfach wunderbar.
Die letzen Meter wie ein Düsenflieger,
fühle er sich wie ein Sieger.
Die Massen tobten und jeder war ein Fan,
nun wusste er... "You are an Ironman!"

Kärnten Ironman Austria 2011


VOR DEM WETTKAMPFTAG:

Bei meiner Ironman-Teilnahme ging ja schon im Vorfeld einiges schief:
-) Eine Zerrung, die ich mir schon vor St.Pölten eingehandelt habe und auch bis zum Ironman nicht mehr losgeworden bin.
-) Eine Verkühlung und zwei Auslandsreisen, die mich daran hinderten, mein Trainingsprogramm für den KIMA durchzuziehen.
-) Auch die Halterung des Kettenwerfers am Rad war im Vorfeld des KIMA gebrochen, sodass sich die Gänge nicht mehr problemlos einstellen ließen.
Daher war mein Ziel von Sub12-Zeiten von Anfang an schon in weite Ferne gerückt.

WETTKAMPFTAG:

Ich kam ein bisschen spät in die Transition an, weil mein Shuttle-Bus ein bisschen länger gebrauchte als vorgesehen. Dann hielt auch das Scotch-Klebeband nicht richtig auf meinem Rad. Langsam aber sicher brach Hektik brach aus, als angekündigt wurde, dass die Transition in wenigen Minuten geschlossen werden sollte. Daher stapfte ich schnell von der Transition mit den Ironman-Schlapfen zum Strandbad. Diese Schlapfen mögen zwar mit dem Ironman logo gut aussehen aber bereiteten beim Laufen Schmerzen zwischen den Zehen und eignen sich zum Laufen überhaupt nicht. In Eile die letzten Handgriffe - ich sag nur, Sonnencreme, Chamoixcreme und Vaseline - erledigt und das Streetwear-Sackerl abgegeben. Rein ins Strandbad, einen Schluck Iso, ein widerspensiges PowerBar-Gel, kurz die österreichische Nationalhymne und dann gings auch schon wenige Momente drauf mit dem Schwimmen los!

Im Wasser hatte ich noch nie so viele Schläge abbekommen wie dieses Mal. Das machte aggressiver und damit wahrscheinlich auch ein bisschen schneller! Bei der Kehre mindestens 100m verschwommen, da die Sicht extrem schlecht war. Da halfen nicht einmal ein paar eingelegete Brusttempi, um die nächste Boje zu sichten. Daher blieb mir nichts anderes übrig als mich auf das Orientierungsvermögen der anderen Schwimmer zu verlassen und ihnen einfach zu folgen. Die Marshalls haben uns dann von einem weiteren Umweg abgehalten und uns die richtige Richtung gewiesen. Danach gings ohne gröberen Umwege hin zum Lendkanal, der natürlich wie jedes Jahr der volle Wahnsinn war - auch wenn ich diesmal keine einzige bekannte Person ausmachen konnte! Die Schwimmstrecke konnte ich ich zum ersten Mal ohne längere Brustabschnitte in Kraul absolvieren. Nach dem Schwimmausstieg lief ich mit vollem Tempo den Weg in Transition. Der neue Wege ist echt der Wahnsinn! Da nimmt man die halbe Minute mehr gerne in Kauf.



Gleich bei der ersten Wende nach 100m sah ich, dass ich mit 1h27min schon schneller war als die letzten Male ohne Transition. Damit hatte der KIMA natürlich gleich einmal mit einem Erfolgserlebnis begonnen! Mit voller Motivation die Süduferstrasse entlang. Leider funktionerte mein Tacho nicht, sodass ich mich nicht an der Tachogeschwindigkeit orientieren konnte, sondern nach Gefühl fahren musste. Wahrscheinlich war das ein bisschen zu schnell, denn sonst hätte ich nicht schon in Rosegg und St.Niklas zwei meiner TTC-Kollgen mit 3 bzw. 5 Minuten Vorsprung nach dem Schwimmen übergeholt. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich natürlich auch, dass das Tempo sicherlich nicht zu langsam gewählt war. Folglich konnte ich bei den Steigungen an Tempo herausnehmen, um meine Oberschenkelmuskulatur zu schonen. Am Rupteriberg war es dann zum ersten Mal klar, dass ich erste Runde für meine Verhältnisse ziemlich schnell hinter mich bringen wurde. Wie sich bei der Kehre in Klagenfurt herausstellte, 7 Minuten schneller als die 90km-Radrunde in St.Pölten.

Solche Überraschungen nimmt man immer gerne. ;-) Ich wusste natürlich sofort, dass das auch an den guten Felgen vom Snick liegen musste. Daher konnte ich ohne große Bedenken das Tempo auch im ein bisschen Flachen herausausnehmen, um mir noch Kraft für den Marathon aufzuheben. Leider verlor ich dann noch nach jeder Steigung ein paar Sekunden, da ich Probleme hatte, vorne die Gänge zu wechseln. Das war mir zu diesem Zeitpunkt aber ziemlich egal, da ich sowieso gut im Rennen lag.



Nun zum alles entscheidenden Marathon: Die ersten paar Kilometer gingen noch ganz gut, doch machte sich bald wieder meine Zerrung bemerkbar. Die Schmerzen erlangten nach ca. 10km ihren Höhepunkt, wo ich dann eigentlich schon aufgeben wollte. Zusätzlich kamen noch zum ersten Mal in meinem Leben Magenschmerzen hinzu, die ich nur los wurde, in dem ich nur mehr Iso und Cola trank aber Gels und feste Verpflegung total weg ließ. Ich hatte im Hintergedanken, die ersten Gehphasen so lange wie möglich hinauszuschieben, da dann die Marathonzeit nicht zur vollen Katastrophe ausarten sollte. Diesen Plan hatte ich dann diszipliniert durchgezogen. Vor der letzten Schleife nach Klagenfurt und wieder zurück sah es noch verdammt gut aus, denn ich musste nur mehr durchlaufen und eine Zeit deutlich unter 11.30 schien mir gewiss zu sein. Leider hatte ich dann einen Ast, der mich dazu gezwungen hatte, ein paar Kilometer zu gehen. Letztlich ist es dann eine Zeit von 11:35 geworden, auf die ich ebenso sehr stolz bin - obwohl ich natürlich gerne unter 11:30 geblieben
wäre.



An dieser Stelle, möchte ich mich noch bei allen Anfeuerern in Klagenfurt (IronChris beim Strandbad!!!, Andi B. am Faakersee!!!, Snick schon während der ganz Trainingssaison, Natascha, Wolfgang, Astrid und all jene, die ich vielleicht im Dilirium nicht mehr mitbekommen habe) bedanken!

Freut mich natürlich auch mit den anderen coolen Irondrakes gefinisht zu haben, von denen ich mir aber einen mindestens genauso langen Bericht erwarte ...

1st Austrian Open Water über 10 km Swim


Artikel von Wolfgang:

Ursprünglich war ja eine riesengroße Delegation als Zuschauer vorgesehen. Doch für Peter samt Family, Birgit & meine Buben, meinen Nachbar Thomas mit seinen Mädls sowie für meinen Tullner Mountainbike Freund Koarl mit Freundin waren die 15 Grad mit Regenschauer doch nicht so einladend um ins tiefe Waldviertel zu pilgern und Mav kam zu spät aus Tornoto zurück. So waren wir letztlich nur mit 3 Irondrakes anwesend, nämlich Mike, Tempobolzer Andi (startete beim 7km Bewerb mit Neo) und ich.



Ich hatte schon ein super Gefühl als Peter mir die Wassertemparturberichte zumailte. Feine 24 Grad, das kann ja nur ein Spaß werden, denn die Kälte war meine größte Sorge. Leider war das die Temparaturanzeige von der letzten Woche. Durch den vielen Regen und kaltes Wetter in der Vorwoche kühlte der Ottensteiner Stausee auf kühle 18,2 Grad ab. Beim 7 km Start behauptete der Verantwortliche, dass es sogar nur 17 Grad seien... Damit war meine Sorge wieder da. Selbst fühlte ich mich leider auch nicht so befreit. Die letzte Woche mit dem Umbau war sehr aufreibend und ich konnte mich mental nicht wirklich einstimmen. Egal, da muss ich jetzt durch.

Ursprünglich waren wir ja 4 Starter beim 10 km „Badehosenbewerb“ (bei einem offiziellen OSV Wettkampf ist ein Neopren Anzug nicht erlaubt) – 11 Schwimmer waren beim gleichzeitigen 5km Bewerb am Start. Ich hatte meine kürzeste Badehose dabei (hätte wohl meine Skinfitshort nehmen sollen, da wär ein bisserl mehr Oberschenkel bedeckt gewesen). Beim Start waren wir dann nur noch 3. Ein Konkurrent hatte schon auf den 5 km Bewerb umgesattelt. Nun ja um 13 Uhr gings dann los.

Ursprünglich war ausgemacht, dass Mike mich die 10 km im Schlepptau nimmt. Nach rd. 100 Meter bin ich von diesem Vorhaben abgewichen, denn Mike schwam zickzack und sein Tempo wechselte in Sekundenabstand, sodass ich im Wasserschatten nur sein Melkfett von seiner Wade abbekam; das tat meinem Wassergefühl besonders gut . Am Anfang kam mir das Wasser gut tempariert vor. Leider nur die ersten 1,5 km, dann wurde es immer kälter. Noch dazu kamen mir die ersten 2,5 km wie eine Ewigkeit vor, bei der Wende dachte ich mir, wie soll ich diesen Weg bei dieser Temparatur noch 3x bewältigen. Das Retourschwimmen war schwieriger als ich es mir dachte, denn der Retourweg kam mir irgendwie fremd vor und manchmal dachte ich mir, ich habe mich verschwommen. Von mitschwimmenden 5 bzw. 10 km Leuten war nichts zu sehen. Aber irgendwie habe ich den Weg dann doch zurückgeschafft.

Nach 5 km war ich ja wieder zurück und Mike habe ich noch beim Bananen- und Müsliriegelessen angetroffen. Die ersten 5km habe ich in 1 Stunde 30 Minuten absolviert, damit wäre ich beim 5km Bewerb (auch) Zweiter geworden. Leider hinter meinen Erwartungen. Irgendwie konnte ich mir es nicht vorstellen, nochmals den Startbereich für 5 km zu verlassen. Mir war saukalt, aber ein bisserl Beißen kann ich ja und ich habe mir gedacht, wenn ich schon hier bin, kann ich es ja mal probieren. So bin ich dann wieder mit Mike losgedüst. Bei km 6 begannen dann meine beiden kleinen Finger und meine Ringfinger taub zu werden. Kurze Zeit später folgte dann der Daumen. War schon eigenartig beim Durchziehen, dass man nur Zeige und Mittelfinger spürte, die anderen Finger machten zwar mit, aber mit ein bisserl Abstand :-)

Das war der Zeitpunkt, wo ich mir gedacht habe, wie soll ich das noch 4 km durchhalten, aber wie gesagt, ich mit dem gleichen Motto wie schon bei der 5km Entscheidung schwam ich einfach weiter und wenn es superkalt wurde, legte ich Sprinteinheiten hin. Schwierig war es auch, dass bei der dritten Länge ich ständig Gegenschwimmer hatte. Zunächst die 14 km Schwimmer und dann die besseren 7 km Schwimmer. Irgendwie schaffte ich es zur Wende bei 7,5 km, wo ich 2 Schluck Red Bull zu mir nahm. Beim Rückschwimmen hatte ich ein paar 7km Neoschwimmer bei mir, die konnte ich aber alle locker überholen und tastete mich von 7km Mann zu 7km Mann vor.

Die schönsten Zeit an diesem Tag waren die letzten 50 Meter bis zum Ziel. Die konnte ich wirklich geniesen. Mit einer Zeit von 3 Stunden 18 Minuten konnte ich finishen. Damit wurde ich Zweiter. Mike hat um 4 Minuten schneller gefinisht und hat damit die 1st Austrian Open Water über 10 km gewonnen. Übrigens hat es keinen 3. Platz gegeben, weil der Dritte bei 5 km w.o. gegeben hat…Sobald ich aus dem Wasser kam, überkam mich ein Schütteln wie ich es noch nie hatte. Ich zitterte über den gesamten Körper, das Red Bull das sie mir in die Hand drückten, schwankte so sehr, dass ich Red Bull ausschüttete, so sehr zitterte ich. So nix wie anziehen. Eine warme Dusche gab es natürlich nicht. Umso besser war es mit dem Melkfett in meine Klamotten zu schlüpfen. Hatte mich so warm wie bei Nullgrad Außentemparatur angezogen und nach 15 Minuten ging es dann schon besser.

Tempobolzer Andi hat im übrigen mit 2 Stunden 19 Minuten auf 7 km seine Zielzeit mehr als nur übertroffen. Mit dieser Zeit kann er getrost auf die 3,8 km Ironman Distanz in Regensburg am 7. August 2011 gehen. Die 3,8 km werden für ihn dann quasi eine Sprintdistanz werden.

Resümee: Nun ja, ich denke mit dem wenigen Körperfett werde ich die 10 km nur mit Badehose bekleidet bei 18 Grad nicht mehr machen. Aber zweiter bei den 1st Austrian Open Water über 10 km Swim zu werden, war es mir es doch wert :-). Übrigens Sieger beim 14 km Neobewerb wurde ein ungarischer Langstreckenweltmeister, der auch ohne Neo schwam, aber nur als Vorbereitung für einen langen Swim in der Folgewoche, nämlich 80 km von Dänemark nach Deutschland. Also es gibt immer Leute, die noch verrückter sind...

Das Durchbeißen hat uns beiden jeweils einen tollen Pokal vom OSV eingebracht.


Schweden Tabletten





Die Schweden-Tabletten enthalten 250 mg reines Natriumchlorid. Die Tabletten dienen gezielt zum Ausgleich eines erhöhten Bedarfs an Kochsalz oder zum Ersatz bei Kochsalzverlust. Die Tabletten wurden zunächst für Bergsteiger und Ski-Langläufer entwickelt und erstmalig in Schweden bei einem Langlauf eingesetzt. Bei starkem Schwitzen verliert der Körper erhebliche Mengen an Natriumsalz. Ebenfalls kommt es bei Erbrechen zu Kochsalzverlusten. Natrium ist jedoch wichtig für die Erregbarkeit und die Funktion der Zellen. Verluste an Natrium äußern sich als Dehydratation. Bei einer starken Entwässerung können die Schweden-Tabletten den damit verbundenen Natriummangel beheben.

Race Report 70.3 Rapperswil 2011


Am Start zum 70.3 kann ich auf ein Trainingsprotokoll - entsprechend Hottenrott - mit vielen grünen und nur wenig roten Kästchen zurückblicken.


Gut ausgeschlafen und bei schönstem Wetter geht es auf die Schwimmstrecke. Das Schwimmtraining hat sich bemerkbar gemacht - wenn auch noch nicht revolutionär. Ich kann gleich einmal die Schwimmzeit um fast 7min verkürzen. Etwas Zeit verliere ich dann in T1 - nachdem die Kompressionssocken nicht so gerne auf feuchte Beine wollen.


Die Radstrecke gehe ich bewusst kontrolliert an. An den 4 knackigen Steigungen setze ich mir bewusst ein Puls Limit von rund 170 - damit ich nicht womöglich mit übersäuerten Beinen auf die Laufstrecke gehe. So sind die Steigungen dann auch schon lockerere als beim letzten mal. Teilweise überhol ich dann auch in den Steigungen andere. OK - die Kampfmaschinen die mit einer scheinbaren Übersetzung von 53:11 den Berg hinaufdonnern sind einfach unerreichbar. Nun am Ende der zweiten Runde: verdammt war da vorhin auch schon so ein Gegenwind. Da mache ich mir doch mal wieder Gedanken zu Material und Aerodynamik - sollte vielleicht doch mal ein Aerohelm ran? Wäre da doch noch was mit einem Investment ins Material machbar? Irgendwie muss das besser gehen. Klar denke ich an das Trainingslager in Cesenatico aber das war wohl für mich einfach nur ein Tiefenlager (auf Meereshöhe) mit viel mehr verfügbaren Sauerstoff ;-) Schliesslich beende ich auch die Radstrecke etwas schneller. Leider aber nicht soviel schneller, als dass es für ein Sechser-Tragerl Barolo auf die Baustelle von Pete gereicht hätte.

Auf der Laufstrecke dann bewusst mal mit einem lockeren Einlaufen beginnen - aber damit wird es nichts. Das Einlaufen klappt einfach nicht - stattdessen auch noch ein Krampf im ganzen(!) rechten Bein - kann kaum noch stehen! Glücklicherweise bin ich gerade kurz vor einem Verpflegungstand (dem ersten). Und ich mach etwas wovon ich nie gedacht hätte es zu tun, ich trank SUPPE(!) - hier Bouillon genannt. Gleichzeitig ist dann auch noch die Körpertemperatur zu regulieren - der Fahrtwind fehlt und die Sonne ist unerbitterlich. Ab jetzt ist eine regelmässige "Dusche" an den Verpflegungsposten angesagt. Ich verzichte auch bewusst auf das ganze pickerte Zeug und trinke nur mehr Suppe. Irgendwann werden die Gehstücke immer kürzer und ich komme wieder ins Laufen. So kann ich dann die zweite Runde gleich mit einem viel höheren km-Schnitt absolvieren und sie elegant "durchlaufen". Die letzten km waren dann mein persönlicher Highlight des Rennens - meine Beine machen einfach genau so wie sie sollen! Plötzlich werden die Startnummern der anderen Läufer immer grösser und kamen einem entgegen - die km fliegen nur mehr so vorbei! Finished 70.3 2011!


Rückblickend stellt sich die Frage ob ich bei der Ernährung am Rad was falsch gemacht habe? Getrunken hab ich nur IsoZeugs - einerseits selbstgemischt mit erhöter Konzentration. Andererseits das Iso an den Verpflegungsposten. Genug Bars plus Gel hats für den Körper auch gegeben. Somit mein Learnings: Salztabletten organisieren! Zusammenfassend: die Umstände berücksichtigend war das Rennen für mich ok!

MTB Stubalpenmarathon Juni 2011


In der Saison 2011 ist das mir verordnete Schlagwort „Alternative“. Gemeint ist damit das Training und die Teilnahme an Events, die nicht ausschließlich mit Triathlon zu tun haben. Eine derartige Betätigung war rasch gefunden: MTB Fahren. Begünstigt wurde die Auswahl dieser „Tätigkeit“ einerseits durch einen guten Kumpel (alias „Lack“) und meinen neuen Nachbarn. Beide schwärmten mir bereits im Vorfeld lange von einem MTB Rennen in Bad Goisern vor, das angeblich eine Herausforderung sein soll.

Nach kurzem Nachdenken, entschloss ich mich, die MTB Trophy in Bad Goisern im Juli 2011 auf meine sportliche Agenda zu setzen. Gesagt, getan. Der Trainer, der im Mai Papa wurde (herzliche Gratulation!) tüftelte einen Trainingsplan für mich aus, den ich natürlich versuchte einzuhalten.



Als Vorbereitungsrennen für die MTB Trophy in Bad Goisern diente der MTB Stubalpenmarathon. Obwohl sich die 68km Streckenlänge und 2700HM nicht nach besonders viel anhören, war ich gespannt, was da auf mich zukam. Am 25. Juni stand ich um 9:00 im wunderschönen, steirischen Maria Lankowitz an der Startlinie. Zu fahren waren zwei Runden a 34km und 1300HM. Eine Runde bestand im Wesentlichen aus zwei längeren Anstiegen mit rasanten Abfahrten. Gefahren wurde auf Forststraßen und Waldwegen. Auf der ersten Runde fuhr ich bei den Anstiegen in einem Pulk mit. Mein Vitalstatus war gut und ich fühlte mich auch gut. Nachdem mir am Ende eines Anstieges auf einem Waldweg kurz die Kette rausgesprungen war, konnte ich Fingerfertigkeit beim Kette-Einhängen unter Beweis stellen. Insgesamt dauerte die Mini-Reparatur ca. 30 Sekunden. Auf der nachfolgenden Abfahrt ging es mit High-Speed einen engen Hohlweg durch den Wald hinunter. Der Untergrund war nass und schlammig. Außerdem machten einige größere Steine und Wurzeln das Abfahren etwas „tricky“. Plötzlich hörte ich hinter mir jemanden rufen: „Achtung links“. In der nächsten Sekunde zischte links neben mir auf dem engen Weg eine Fahrerin(!) vorbei. Ich traute meinen Augen nicht! Bisher schätzte ich mich als ganz guten Abfahrer ein, aber wurde nun eines Besseren belehrt. Das Mädl war echt gut drauf und nach dem Überholmanöver war sie auf und davon. Ich gab auch noch mehr Gas um nicht zu viel Rückstand aufzureißen. Doch schon nach wenigen Fahrsekunden rutschte ich am schlammigen Untergrund aus und legte mich unfreiwillig nieder. Nach dem kleinen Sturz, bei dem nichts weiter passierte, sattelte ich erneut das MTB und fuhr Richtung Start/Ziel.

Auf der zweiten Runde fuhr ich relativ alleine. Die meisten Teilnehmer waren lediglich die kurze Strecke (= 1 Runde) gefahren. Beim zweiten Anstieg der zweiten Runde spürte ich erstmals meine Oberschenkel. Gröbere Einbrüche blieben mir aber erspart. Nach 4 Stunden und 20 Minuten erreichte ich nach 68km und 2700HM das Ziel.

FAZIT:
1) Schön wars.
2) Rennmäßig MTB Fahren will gelernt sein. Triathlontraining hilft da nur beschränkt.
3) Die verordneten Berglaufintervalle des Trainers in der Vorbereitung waren Gold wert.