„Spiezathlon" - Erfahrungsbericht



Erst vor ein paar Monaten habe ich beschlossen, mit dem Triathlonsport zu beginnen. Hier nun der Erfahrungsbericht meines ersten Triathlons.

Ausgewählt habe ich für meinen ersten Triathlon den „Spiezathlon"
http://www.spiezathlon.ch/. Spiez liegt am wunderschönen Thunersee, an der Grenze zum Berner Oberland. Die Berge der Alpenkette - allen voran Eiger, Mönch und Jungfrau - sind zum Greifen nahe.

Für die olympische Distanz ist der Start am Nachmittag angesetzt, für den Volks- und den Duathlon am Vormittag. Für mich also um 13.50 Uhr - bei schönstem Wetter und hochsommerlichen Temperaturen von knapp 30 Grad. Aber zunächst einmal muss ich mich in der Wechselzone einrichten. Gut, dass ich früh genug da bin - so gibt es noch genügend Platz und wenig Stress. Ich bin auch den Hinweisen von IronChris gefolgt, mache mich rechtzeitig vor Ort parat und kann mich zudem an den anderen Teilnehmern orientieren. Also: locker noch ein paar Meter einlaufen, dann rein in den Neopren und kurz einschwimmen.

Der Start rückt näher, dann ist es so weit. Der Schwimmstart ist glücklicherweise entspannter als ich mir vorgestellt habe. Eine Leine wird quer durch den Yachthafen gespannt, und zum Start einfach in die Höhe gezogen. Countdown, der Startschuss - und los! Rund 120 Schwimmer kraulen zwischen den Segelbooten hindurch hinaus auf den See Richtung Boje.

So da war ich nun unterwegs an meinem ersten Triathlon. Verschiedenen Tipps zufolge sollte ich zu Beginn etwas zügiger schwimmen, um die Position zu finden. Ich hatte jedoch etwas Respekt, nachdem es doch meine ersten 1.5km im Freiwasser sein würden, und so ging ich es relaxed an.Was mich überrascht und wirklich angenehm ist, ist das kristallklare Wasser. So kann ich mich auch unter Wasser an den Nebenschwimmern orientieren. Nach ein paar Minuten ist es dann so weit, die Boje des Dreieckkurses draussen am See ist in Sichtweite - mir wird klar: mit jedem Meter der Boje entgegen komme ich auch dem Ziel näher. Das Schwimmen geht erstaunlich gut - klar, ich habe unzählige Schwimmer vor mir, aber doch auch einige hinter mir. Und das gibt mir gleich zu Beginn ein gutes Gefühl.

Aber was mich nachdenklich stimmt ist meine plötzliche Frage, woran denn ein Triathlet während dem Wettkampf denkt? Soll ich mich auf jeden einzelnen Armzug konzentrieren? Überlegen, wie lange es wohl noch geht? Schon an die Wechselzone denken? Ans Timing? Fragen über Fragen gingen mir durch den Kopf. Aber glücklicherweise werde ich da rausgerissen, als ich mich frage, wie weit es wohl noch zur Boje ist. Denn da ist sie schon - kurz umrundet und schon geht es zurück. Was das heisst? Die Hälfte der Schwimmstrecke ist bereits bewältigt.

So schwimme ich dann dem Ausstieg entgegen. Mittlerweile ist mein Schwimm-Rhythmus ruhig geworden, und ich konzentriere mich auf meinen Rhythmus und einen geraden Kurs. Unterbrochen wird meine Aufmerksamkeit kurz durch einen Schwimmer, der auf dem letzten Stück noch mit einem Affenzahn an mir vorbeizieht. Ich frage mich, ob der wohl eine spezielle Taktik hat. Später erfahre ich, dass er den Start versäumt hat. Er dachte wohl, der Start sei um 14 Uhr (echt gemein den Start auf 13:50 festzulegen) .... aber schnell ist er .... Ich selber nähere mich ebenfalls dem Ausstieg - immer wieder meine kleinen Kursabweichungen korrigierend.

Dann zügig raus aus dem Wasser - im Laufschritt den Anzug hinten öffnen - rein in die Wechselzone. Zu meiner Freude stehen noch einige Räder herum. Also, dann bin ich nicht das Schlusslicht. Auf den Boden setzen, aus dem Anzug raus, Schuhe anziehen, aufstehen, Shirt an, Helm auf, Sonnenbrille an, Flickzeug einpacken, Powergel einpacken, Rad nehmen und im Laufschritt raus auf die Strecke. Ups, fast hätte ich es vergessen, Helm schliessen! Schuhe einklicken, und schon bin ich auf der Strecke.

Was ich bei der Auswahl meines ersten Triathlons leider zuwenig bedacht habe: der Spiezathlon gehört definitiv nicht zu den "flachen" Trias. Gleich nach der Wechselzone geht es steil bergauf durch die Ortschaft. Gut, dass ich die Strecke schon zwei Wochen vorher mal abgefahren bin.

Viele Triathleten sind nicht um mich - ich fahre doch recht alleine die Strecke ab. Vielleicht hätte ich beim Schwimmen doch etwas mehr Gas geben sollen, um den Anschluss zu behalten? Es wird zwar teilweise flacher, aber dafür kommt die nächste Steigung sogleich. So geht es dann Ortschaft um Ortschaft. Nach einiger Zeit bekomme ich Gewissheit, wo ich mich im Rennen befinde: der Führende kommt mir mit einem Wahnsinnstempo entgegen. Und ich erst auf der langen Steigung Richtung Wendepunkt beziehungsweise Streckenhälfte. Was mich doch etwas beruhigt, ist die Aussicht darauf, dass es auf dem Weg in die Wechselzone wieder bergab geht. Positiv überrascht bin ich, als der Wendepunkt plötzlich auftaucht. Überrascht vielleicht deshalb, weil ich keinen Fahrrad Computer dabei habe - hat der Triathlet so was auf seinem Rad? Auf der Fahrt zurück nach Spiez sind mir dann doch noch einige Athlethen entgegen gekommen, jedoch nicht mehr allzu viele. Aber was will ich mit meinen nicht einmal 500 Trainingskilometern in den Beinen - nicht diese Saison - overall! Da darf ich mir nichts vormachen, und muss die Kollegen mit den Radclub Outfits gelassen ziehen lassen.

Nun war es dann so weit, endlich erlauben die langen, flachen bzw. leicht abfallenden Streckenabschnitte in die Aero-Position zu gehen und mal Gas zu geben. So brause ich dahin Richtung Spiez. Und da waren sie schon wieder, diese Momente, in denen ich mir Gedanken mache, die eigentlich nichts mit meinem Rennen zu tun haben: Da ist dieser schöne Blick auf den See, die Segelboote mit ihren weissen Segeln, eigentlich hätte ich auch an einer Regatta teilnehmen können, und dann diese Berge. Wann beginnt eigentlich die Bergsaison? Aber zurück zu meinem Rennen. Jetzt, am Schluss der 40 Kilometer, geht es nur noch runter in die Wechselzone. Rad abstellen, Schuhe wechseln, einige Schlucke trinken und ab auf die Laufstrecke.

Diese hätte ich mir vielleicht doch noch vorher genauer anschauen sollen. Die Organisatoren haben wohl absichtlich in der Ausschreibung kein Höhenprofil abgebildet... Ich wusste lediglich von einer Kollegin, dass es zu Beginn nur rauf geht. So war es dann auch. Vielleicht gar nicht so schlecht - nachdem ich nach dem Radfahren sowieso nicht optimal laufen kann. Zu schaffen macht mir aber dann mein Magen, der sich meldet mit der Bitte, nicht nur süsses, klebriges Zeug zu bekommen. In diesen Augenblicken werden dann die Meter zur nächsten Versorgungsstelle lange.

„Wo's rauf geht, geht's auch wieder runter", diese Weisheit gibt mir Zuversicht für das, was noch kommt. Ich finde mein Tempo und meine Gleichmässigkeit. Sicher laufe ich keine gute Zeit, aber ich muss nur ins Ziel kommen. Aufgeben gibt es nicht (mehr). Zumal ich bewusst keine Uhr mitgenommen habe, kann ich nicht mal sagen, wo ich stehe. Nur eines ist sicher: es sind nicht mehr viele Läufer unterwegs.

Diese Badeplätze entlang der Strecke bringen mich schon wieder auf „falsche" Gedanken... Da liegen sie alle in der Sonne, oder springen gerade ins kühle Nass des Thunersees. Wie herrlich das sein könnte! Dann streift mein Blick das Schild „150m bis zum Wendepunkt". Jetzt ist für mich endgültig klar: ich komme ins Ziel, und ich fühl mich wohl dabei. Nochmals vorbei an den Badeplätzen und vorbei an den letzten Streckenangaben: 3, 2, 1 km. Die letzten Kilometer sind relaxed, wie bei einem zügigen Trainingslauf. Und dann kommt sie, die Kurve in den Zieleinlauf, und mein Blick ist fixiert auf die Zeittafel. Und die zeigt keine 3 vorne - ich bin glücklich, dass ich meinen ersten Triathlon in knapp unter 3 Stunden beenden konnte. Ganz passabel für den Beginn, bei diesem Streckenprofil und diesen Temperaturen, denke ich.

Für mich war es ein toller Triathlon: es war eindrücklich und ich hab mich wohl gefühlt. Das stand für meinen ersten Start an erster Stelle. Noch toller wäre es gewesen, wenn ich mit Kollegen am Ziel hätte feiern können. Ausserdem sollte ich mich bei meinem nächsten Triathlon wohl etwas weniger um das kümmern, war links und rechts passiert. Das Ganze kann ich mir dann alles schon bald in Zürich zu Herzen nehmen -
http://www.zueritriathlon.ch/

Streckenbesichtigung Quelle Challenge ROTH




nachdem ich bekanntlich vorletzte woche für 3 tage oben in hilpoltstein war, will ich euch das wichtigste über die wettkampfstrecke der QUELLE CHALLENGE ROTH erzählen. (ergänzend zu christians bericht von letztem jahr) wenn die schwimm- und laufstrecke sehr schnell sein sollen, kann man das über die radstrecke nicht gerade behaupten.

DIE RADSTRECKE:

- dazu ist die gesamte strecke zu exponiert und in der gegend soll fast immer ein mäßiger bis stürmischer wind aus nord-westlicher richtung blasen. damit hat man praktisch die erste rundenhälfte rückenwind, wo es aber hauptsächlich eh bergab geht. in der hügeligen zweiten hälfte steht man dann teilweise fast...

- es gibt auf der ganzen runde inklusive serpentinen etwa 25 mehr oder weniger enge kurven, also 90 grad nach links oder rechts. diese kurven sollte man richtig anfahren, um nicht zu viel zeit zu verlieren. in manchen wettkampfberichten liest man gar von schlechten beschilderungen und leuten, die falsch abgebogen sind.

- die abfahrt vom kalvarienberg ist total schön, nur halt durch die serpentinen nicht gerade optimal für einen wettkampf. christian ist diese mit 30 kmh gefahren, ich mit 41 - 45 - und am ende mit 47 kmh. das geht. vorsicht aber vor den bockerl, die in den serpentinen liegen. die will man in der schräglage nicht unter die dünnen reifen bekommen.

- es gibt meiner meinung nach 2 ganz gefährliche kurven und es ist mir lieber, ihr sagt nachher, die waren halb so schlimm, als dass ich euch nicht gewarnt hätte: die eine ist vor der ortseinfahrt eysölden. nach einem hügel kommt dort eine VS, auf der folgenden kurzen abfahrt füllt man vielleicht die aero-bottle nach oder hat 3 bananen in der hand, dann kommt eine 90 grad rechts-kurve, wo man durch eine gepflasterte gosse fährt, also eine leichte regenrinne der bundesstrasse mitten in der high-speed-kurve. die zweite gefährliche kurve ist in tiefenbach. auch hier kommt man von einer leichten abfahrt runter und mündet 90 grad in die hauptstrasse. hier geht es mitten in der kurve gar einen leichten randstein runter, ebenfalls gefolgt von einer gepflasterten gosse. vorsicht! gleich danach kommt noch eine ganz, ganz scharfe rechtskurve um ein häusereck. hier fahren sicher leute geradeaus in die scheune rein... =O)

In chronologischer Reihenfolge:

T1 Hilpoltstein - Wallesau, ca 10 km

Aus dem Main-Donau-Kanal kommend nimmt man sein Rad (wo am bild die wohnmobile stehen) und fährt gleich rechts rückwärts über die Brücke von der ich das photo gemacht hab. Kurz danach 90 grad links Richtung Haimpfarrich, bergab, am Rothsee vorbei. Gefährlich nur die S-Kurve bei der Schleuse Eckersmühlen. Bis Eckersmühlen rein dann nur mehr bergab. Vorsicht: In Eckersmühlen zwei mal links fahren Richtung Wallesau, erst beim dritten Mal biegt man hier rechts ab Richtung T2 in Roth! Danach Seitenwind, aber flach. Gut zum einfahren und Puls beruhigen nach dem Schwimmen

Wallesau - Heideck, ca 10 km

Jetzt geht´s los. Ein hügeliges, aber schönes Stück steht an. Ich stelle mir diesen Teil als tendenziell bergauf vor, bestehend aus 5 Steigungen, unterbrochen jeweils durch kurze Abfahrten. Die erste Steigung ist ein Fisch mit 25-22 kmh. danach eine schöne abfahrt. dann ein echter hügel, auf 12 kmh runter. bei der folgenden abfahrt voll den schwung nach heideck reinnehmen, so kann man die welle vor der ortseinfahrt immer noch mit 35-25 kmh schlucken.

Heideck - Greding, ca 20 km

gleich nach der ortsausfahrt heideck wartet der berühmte selingstädter berg (photo). in wahrheit ein hügel, bei mir etwa 13 kmh und nach 4 min alles vorbei. oben VS, nach der ortsausfahrt selingstadt kurzer stich, aber freut euch, der schönste teil der runde steht jetzt an. kette rechts!!!!!!!! =O) aero position, kopf runter und vollgas. hier hat man rückenwind und es geht tendenziell bergab. bis auf eine autobahnüberfahrt und eine welle vor greding echt high speed, 40 bis 50 kmh.

Greding - Obermässing, ca 10 km

gleich in greding scharf links richtung röckershofen und noch mal scharf links zum friedhof. (photo) willkommen am berühmten kalvarienberg! anfangs echte 10%, kurz aus dem sattel, da freut sich der hintern. nach paar metern geht die steigung aber in einen fisch über - mit mächtig gegenwind. also am besten in aero-position kämpfen, obwohl nur 15-17 kmh. dauert etwa 6-7 min, dann hochplateau erreicht. der ayers rock im höhenprofil. =O) auf der hochebene 2 wellen, teils heftiger gegenwind, hier geht´s drum! nach österberg und kleinnottendorf bald in den wald für die abfahrt. etwa 60 kmh - bis zur ersten serpentine nach links. runterbremsen auf 45 kmh, vorsicht bockerl. noch eine rechts- und noch eine links-serpentine, das wars dann. vollgas reinwetzen nach obermässing.

obermässing - lay, ca 10 km

in obermässing erst bei der zweiten kreuzung scharfe rechtskurve mit gemeinen kanaldeckeln. danach völlig exponiert leicht bergauf gegen den wind am offenen feld, mentale stärke macht sich hier bezahlt. (oder windschattenfahren, aber dann sehen wir uns in weinsfeld wieder! =O)) in karm links und später noch mal links richtung lay. lei lei!

lay - steindl, ca 10 km

durch weinsfeld (hier ist eine penalty box, aber die werden wir nicht brauchen... =O)), den teil der runde mag ich am wenigsten. unter der autobahn durch, gegenwind, dann meine least-preferred-steigung, echt grauslich. oben VS und die erwähnte abfahrt nach eysölden mit der gosse in der kurve. ortsdurchfahrt eysölden macht aber mächtig spaß, hier geht´s mit 50 sachen dahin, kleine welle vor steindl und dann vorsicht:

steindl - hilpoltstein, ca 10 km

in steindl führt nämlich die hauptstraße schon nach rechts (am photo kommt man von rechts unten), doch man muss in dieser rechtskurve (linker bildrand) noch schärfer rechts abbiegen (rechter bildrand). dort wartet der steindl-stich auf erstem-gang-niveau, echt eine wiegetritt-steigung. oben dann tiefenbach mit der erwähnten randstein-kurve und der scheunen-haarnadelkurve. dafür kommt jetzt der lustige teil. durch oberrödel und unterrödel geht´s nämlich dahin als ob es kein morgen gäbe. erst kurz vor hilpoltstein kommt ein hügel, 2 min runter auf 12 kmh. hier verdient man sich die high-speed-ortseinfahrt nach H-stein, schwung mitnehmen für den solarer berg!!!

hilpoltstein-schleife, ca 10 km

der berühmte solarer berg. gänsehaut-feeling. hier soll die beste stimmung der welt bei einem triathlon herrschen. an die harten fakten wird da keiner von uns denken: 40 höhenmeter mit etwa 13 kmh und noch mal 20 hm fisch mit 19 kmh. nach 4 min ist der spuk vorüber. dann geht´s dahin mit 40 kmh durch grauwinkel nach pierheim, scharf links und macht euch jetzt auf mächtig gegenwind gefasst, gepaart mit einem fisch ist das ein menü, das schwer im magen liegt... =O) wieder scharf links in mörlach und dann bekommt man die solarer-höhenmeter zurück auf der abfahrt nach H-stein. tempo machen! ortsdurchfahrt am ring und richtung allersberg wieder raus. schon wieder ein fisch mit mächtig gegenwind (photo). am ende kommt man über die kanal-brücke beim schwimmausstieg. runde fertig!

eckersmühlen - roth, ca 10 km

dieses kleine stück fährt man nur ganz am ende, nach den zwei runden. hat 35 höhenmeter, rolling hills. ausrollen, dehnen, auslockern und aus den schuhen raus. auf einen schnellen zweiten wechsel konzentrieren und aufs laufen freuen.

habe die höhenmeter der runde drei mal gemessen: 710, 715, 705 waren die ergebnisse. macht also insgesamt etwa 1.460 hm auf den 180 km. die sind aber nicht das problem - wohl eher der wind... aber: ES MUASS A JEDA DUACH!!! =O)

DIE SCHWIMMSTRECKE:

der kanal ist nicht sehr breit, die stimmung super, ich stelle mich ein auf 3,8 km lendkanal-feeling. vorsicht: entgegen dem offiziellen streckenplan geht der kanal aber um eine links-kurve. innen halten kann hier meter sparen. sonst ist die schwimmstrecke recht flach und strömungslos... =O) hier schwimmt jeder rekord, soll sauschnell sein.

DIE LAUFSTRECKE:

nicht sooo flach, wie behauptet wird, entlang des kanals brennende sonne, erst bei den schleifen geht es in den wald, aber schon mit ein paar leeeichten steigungen. vorallem bei unterer schleife vor dem teufels-knopf. durch den waldboden soll die laufstrecke aber die schnellste der welt sein. alle 2 km eine VS. kühlen, trinken und salztabletten schlucken, was geht, dann ist hier alles drin!

snick

Nachgetragen - Ironman 70.3 St.Pölten


70.3 - eine Zahlenreihenfolge, die am 24. Mai in St. Pölten Motto war. Und das Wichtigste: Die Drakes waren zahlreich vor Ort!


Um gleich auf die Fakten zu kommen: Die Schwimmstrecke setzte sich aus zwei Seen zusammen, die durch einen nicht zu kurzen Landgang miteinander verbunden waren. Gestartet wurde in Wellen. Heute waren Andi R., Wolfgang, Andi B. und ich am Start. Ich war in Startwelle 3 und freute mich, die vom Veranstalter ausgegebene Badehaube aufzuhaben. Es war nämlich ein bisserl kühl beim Schwimmen. Kurz nach dem Landgang lockerte sich mein Chipband am Fuß. Für mich, eine neue aber verzichtbare Erfahrung. Nach kurzem Servicestopp und zurechtrichten des Chipbandes durchpflügte ich den zweiten See. Und dann kam Sie, die schlechteste Wechselzeit aller Zeiten (4:35). Grund dafür war hauptsächlich,dass ich sich mein Tri-Top beim Anziehen nicht anziehen lassen wollte :=)

Am Rad gings dann gleich zur Sache. Nichts wie rauf auf die gesperrte Autobahn und in die Aeroposition. Es war schon ein besonders Gefühl dortdahinzuheizen, wo normal PKWs und LKWs ihr Unwesen treiben. Die Radstrecke bestand aus einer großen Runde zu 90 Kilometer. Dabei wurden Weinberge, Donau-Uferstrassen und einige Hügerl be- und überfahren. Die Bedingungen am Rad waren o.k. und der Wind hielt sich in Grenzen. Da insgesamt an die 1000 Athleten gestartet waren, sah ich wärend des Wettkampfes keinen einzigen anderen Drake. Macht aber nix, ich hatte genug mit mir zu tun. Nachdem die letzten Radkilometer bergab verliefen und ich meinen Parkplatz in der T2 gefunden hatte, stand das Laufen an.

Da mir in letzter Zeit verstärkt Wadenkrämpfe Sorgen bereiteten, hielt ich in meinem zweiten Wechselsackerl die sagenumwobenen Kompressionssocken vorrätig. Da ich jedoch schon in der T1 eine halbe Ewigkeit zum Wechseln benötigte, entschied ich mich, auf die neue Wunderwaffe zu verzichten. Das Anziehen dieser Teile hätte sicher wieder 1 bis 2 Minuten länger gedauert. Beim Laufen gings mir dann erstaunlicherweise ganz gut. Die befürchteten Wadenkrämpfe blieben aus und ich absolvierte die 21 Kilometer in 1h:41Min. Der Zeileinlauf war von der Athmosphäre betrachtet an den IM Klagenfurt angelehnt. Die letzten Meter wurden in einem Stadion gelaufen, in dem die Zuschauertribüne gut gefüllt war. Nach 5h:08Min überquerte ich die Ziellinie und war damit als zweiter Drake im Ziel. Schnellster Drakewar an diesem Tag Andi B., bei dem eindeutig das Wundertraining unseres Trainers Peter gewirkt hatte. Er finishte in 4h:57Min.

Nachdem alle Drakes and friends im Ziel waren, genehmigte wir uns ein bzw. mehrere hopfenhältige Getränke mit Schaumkrone :=) und chillten in der Sonne.

Alles in allem ein genialer, erfolgreicher Tag!

IronChris

Die Hitzeschlacht von Neufeld


Letztes Wochenende, genau am Sonntag dem 22. Juni, war es wieder soweit. Die Olympische Distanz von Neufeld stand an und die Drakes waren stark vertreten.


Es war 6:00h in der Früh als ich durch Sonnenstrahlen aus meinem wohlverdienten Schlaf gerissen wurde. Da ich die beiden Tage zuvor Vollgas getapert habe, war mein Energiepegel mit dem Nanga Parbat vergleichbar - einfach hoch. Nachdem ich schnell mein Zeug ins Auto geworfen hatte und mein Baby im Kofferraum platziert hatte, trudelten Andi und Jo ein und wir düsten nach Neufeld. Diesmal war das Drake Starterfeld ein nicht kleines: Andi R., Andi B., Wolfgang, Birgit und Wolfgangs Papa waren an der Startlinie. Gestart wurde in drei Wellen. Diese Idee vom Veranstalter war gut gemeint aber schlecht umgesetzt. Die zweite Welle startete genau zu jener Zeit als das Hauptfeld die erste Schwimmrunde absolviert hatte und beim Schwimmstart erneut vorbeikam. Dies war optimal für alle, die gerne für eine Wasserschlacht trainieren - alle anderen (ca. 99% der Starter) waren weniger begeistert. Ich nahm die suboptimale Situation beim Schwimmstart als ungeplante Herausforderung hin und absolvierte die zwei Schwimmrunden. Dabei vermisste ich den wegen Hitze verbotenen Neo kaum. Schwimmen war somit o.k. und nach 26 Minuten entstieg ich den Fluten des Neufelder Sees. Wolfgang war in Abwesenheit unseres Trainers schnellster Schwimmer.
Am Rad waren wie üblich zwei Runden zu je 20km zu absolvieren. Mein Baby und ich hielten uns dabei ganz gut und kamen nach 1:06:11 in die T2 zurück. Andi B. zündetet am Rad den Turbo, war schnellster Rad-Drake und parkierte sein Bike schon nach 1:02:36 in der T2.

Beim Laufen wurde es dann so richtig schön warm. 36 Grad zeigte das Thermometer. Bei den abschliessenden 10km gabs nur ein Motto: Tutto Gas! Ich finishte nach einer Laufzeit von 46:21 in gesamt 2:21:45 und war ganz zufrieden. Die Drake Tageswertung entschied Andi B. für sich (2:18:45) und diese Leistung lässt mächtiges für die Quelle Challenge Roth vermuten. Alle anderen Drakes finishten ebenfalls mit sehr guten Zeiten. Wolfgangs Vater gewann sogar seine Alterklasse in der Sprintdistanz.

Fazit: Ein super Tag bei geilem Wetter! Hat hohen Wiederholungswert... Mehr Pics gibts hier...

IronChris

Dr. Frankensteins Daumen

drakes!


ich bin zurück aus dem spital und hatte eine sehr abenteuerliche zeit. das ukh meidling ist echt einen besuch wert! am mittwoch um 0500 aufgestanden, kein frühstück. nüchtern bleiben für die mögliche op. um 0700 half mir meine liebe cousine beim einchecken und besorgte mir ein zimmer in ihrer abteilung.

dann begann das warten. zum zeitvertreib unterhielt ich mich mit meinen zimmergenossen. rene aus simmering hatte am wochenende einen fight mit einem rottweiler. die ausgefransten risswunden der stumpfen hundezähne werden nicht genäht und ergeben schöne narben zum angeben. herr josef laboriert schon seit jahren an seinen entzundenen beinen. seine alkohol- und zigarettensucht haben den eiter das fleisch bis auf die knochen wegfressen lassen. da war ich mit meinem lächerlichen kleinen knochensplitter noch super dran! später stieß noch walter zu unserer illustren runde dazu, der hatte sich schon vor 1 jahr in schlagl am semmering (!) den knöchel gebrochen und wollte sich nun die schrauben entfernen lassen.

die zeit verging, der hunger wuchs - aber nichts passierte. josef schlemmerte bald genüsslich an seinem mittagessen und später an seinem abendessen. walter und ich dagegen durften nicht mal wasser trinken, also hielten uns die schwestern mit infusionen am leben. seine hatte bananengeschmack, ich wählte apfel-zimt... =O) wir wussten nicht, ob wir erst um mitternacht, oder überhaupt erst am nächsten tag drankommen würden. ständig kamen neue notfälle rein und verschoben den op-plan weiter nach hinten.



gott sei dank hatte ich meinen laptop mitgenommen, also fuhr ich das bein- und kopfteil des bettes nach oben und las im liegen meine diplomarbeit noch einmal durch. angenehmer als zu hause! meine cousine zeigte mir auf dem schwestern-pc meine röntgen-bilder, auf denen deutlich das herausgerissene knochenstück zu erkennen ist.




um 1900 dann die erlösende nachricht: stützstrümpfe und papier-unterhoserl anziehen, es geht los! ich entschied mich für die vollnarkose, weil man von der regionalen betäubung in der achsel unkontrollierte muskelzuckungen bekommt. angeschnallt an den op-tisch teilte mir der anästhesist mit, dass ich in 30 sekunden einschlafen würde. ich zählte mit und kam bis 29...


als ich (2 stunden später) aufwachte, hatte ich ziemlich arge schmerzen, der witzbold im aufwachraum redete irgendwas von opium... super stoff... und karlsplatz, kurz darauf durchflutete mich schon ein wohlig warmes gefühl der schwerelosigkeit. kein wunder, dass manche darauf hängen bleiben... endlich konnte ich um 2300 mein mittagessen nachholen und erstmals verstand ich die redewendung: "einen durst haben wie ein frisch operierter"... =O) ich wackelte auch noch zu den schwestern vor und ließ mir die neuesten röntgen-bilder zeigen. deutlich zu erkennen ist hier der dünne draht und die große plombe, die auf der haut abgespannt ist.
um 0500 hieß es fiebermessen. für mich routine, das mach ich eigentlich jeden tag um die uhrzeit... =O) um 0600 kaffee, um 0700 strich die nette schwester sogar die marmelade-semmel für mich, während ich wie im flugzeug auf meinem kleinen bett-fernseher zeichentrickfilme schaute. besser als im urlaub! bis auf die schmerzen. auf normale pain killer sprach ich nicht an, also verpasste mir meine cousine ein weiteres jauckerl in den oberschenkel und da war sie wieder - diese wohlige wärme in den blutbahnen... =O)
gegen 0900 kam die zimmervisite, mir wurde der verband abgenommen, was der alte snick selbstverständlich für photos nutzte. wie ein cyborg, halb mensch - halb maschine sah das aus. nun endlich auch ein "iron"-man im wörtlichen sinne! =O) der doktor schickte mich dann gleich nach hause, die eltern holten mich ab und es gab endlich wieder was herzhaftes zu essen.
am montag bin ich wieder dort, verband wechseln und in 10 tagen kommen die nähte raus. der doktor, selbst läufer, hat gemeint, dass ich dann auch wieder schwimmen gehen kann. perfekt!

"daumen halten" für snick!


liebe drakes,

heute war ich schon um 0800 wieder in meidling. gott sei dank so früh, sonst hätte ich mich nach dem aufstehen total fadisiert und bis zum termin schon 3 tageszeitungen ausgelesen... =O)

nachdem der liebe doktor ohne mich jemals anzuschauen gleich seiner tippse angesagt hat "...patient stimmt der OP zu" habe ich mir die frechheit herausgenommen, ihm zu sagen, dass ich gerne darüber nachdenke, wenn er mich erst mal über risiken und alternativen aufgeklärt hat. er war dann auch gleich sehr freundlich... =O)

die gute nachricht: das band ist gar nicht gerissen, das hat die verrenkung beinhart überstanden. die schlechte nachricht: dafür ist der ansatzpunkt des bandes am knochen ausgebrochen, dieses knochenstückchen hängt jetzt an einem band-ende lose in meinem daumen rum und wird ohne hilfe nicht mehr von alleine zurück an seinen platz finden.

der op-termin wurde auf morgen verschoben, da darf ich mir sogar die art der betäubung selber aussuchen. ich bin für lachgas wie ossie osborne beim zahnarzt! je nach größe des knochensplitters wird der chirurg das teil mit bohrdrähten befestigen, die aus dem daumen rausschauen und mit plomben an der haut befestigt sind. die drähte werden dann in 6 wochen ohne narkose gezogen, was sicher angenehmer ist, als eine darmspiegelung, dennoch nicht erstrebenswert. also wäre mir die lösung über eine titanschraube lieber, die bleibt dann nämlich drinnen. das wäre dann halt zusätzliches gewicht am berg, dafür aerodynamischer als die plomben... ich werd mal fragen, ob sie auch carbon-schrauben haben! =O)

apropos extra-wünsche: meine cousine martina ist zufälligerweise krankenschwester im ukh meidling und besorgt mir trotz meiner bescheidenen 22 euro/mon selbstversicherung ein einzelzimmer. werde eine nacht stationär verbringen. da schlaf ich mich mal aus! =O)

und zu 95% kann durch diese behandlung die volle funktionsfähigkeit des daumens wieder hergestellt werden. das ist immerhin der gleiche prozentwert wie die wahrscheinlichkeit, dass wolfgangs flaschenhalter die flasche verliert. damit kann ich leben. =O)
der weitere plan: erstmal bekomme ich für 10 tage wieder eine schiene bis zum ellbogen, danach einen handlicheren (!) daumen-gips, da kann ich dann sogar das handgelenk wieder bewegen. heute habe ich schon alle formulare mit links ausgefüllt, erstaunlich, wie schnell man das lernt, wenn man muss... nach dem oiden moshe feldenkrais sicher eine sinnvolle übung! =O)

live aus dem krankenstand,

euer snick

sonnwendstein - semmering - feistritzsattel


was für eine geile gegend und kollege georg hatte das glück, hier aufzuwachsen! mit freude folgten die drakes seinem ruf in die berge, ein bike-erlebnis der besonderen art stand an! nachdem ich bekanntlich frühaufsteher bin, drängte ich auf einen möglichst frühen start, also ging es schon um 0720 los von wien. =O) die räder wurden in der altbewährten methode im auto verstaut - meines unten und das andere so drüber, dass es gleich und doch anders draufliegt. passt jedes mal... =O)


bereits um 0850 rollten wir im idyllischen otterthal ein und wurden von familie kirner herzlich empfangen. georg hatte dank heuschnupfen eine oage nacht hinter sich, auch weil die lästigen singvögel in dieser paradiesischen gegend ab 0400 keinen mehr schlafen lassen. verdammt! =O) bald trudelte auch wolfgang ein - leider ohne peter oder mike. die beiden waren aus diversen gründen verhindert. mike hatte einen termin und peter musste ein paar schlussrechnungen für mich zusammenstellen, um an meiner mathematik-schwäche zu arbeiten. =O)


bald ging es los - an blühenden bäumen, saftigen wiesen, schafen und kühen vorbei, den otter umrundend ab ins gemüüüse! bei einer malerischen kleinen kapelle wurde die erste pause eingelegt und wir bereiteten uns auf den ersten mörderischen downhill des tages über lose felsbrocken und wurzelabsätze vor. die abfahrt hatte es so in sich, dass selbst christian sich dazu entschloss, kurz zu schieben - und das heißt was... =O)



einen steilen hang entlang ging es auf einem ziemlich anspruchsvollen pfad dahin, ständig wurzelstufen rauf und runter, über 20% steigungen und schmale fahrstreifen, neben denen der abgrund wartete. so macht mountainbiken spaß!!! bald erreichten wir unser erstes gipfelkreuz an diesem tag mit wundervollem ausblick auf semmering, rax und schneeberg. schließlich ging es vorbei an maria schutz hinüber zum bikepark zauberberg, wo uns schon wüde downhiller ihre 20 kg bikes mit gebrochenen armen entgegenschoben.



dann folgte der erste lange anstieg die 500 hm auf den sonnwendstein rauf. christian zog an und war weg, da kommt keiner nach. oben noch ein kurzer 30% stich, sehr angenehm nach dem aufstieg... dafür gab es jetzt die mittlerweile obligatorische belohnung: ein oder zwei leberknödelsuppen für jeden! der ausblick war so gigantisch, dass wir vergaßen, davon ein photo zu machen. sorry guys! zu diesem zeitpunkt hatte ich schon etwa 3 mal meine kamera am weg verstreut, es sollten noch 2 mal folgen! einmal bin ich sogar noch mit dem rad über die arme digicam drübergefahren, ein neuer rekord und die photos beweisen: meine kamera steht auf das! =O)

bald gings weiter über grüne weiden und und forstwege, bis wir am feistritzsattel rauskamen. bei einem epischen sprung riss es wolfgang seinen hinteren flaschenhalter ab. nachdem dieser schon zuvor eine flasche verloren hatte, waren wir uns einig, dass er damit gegen die zwei hauptfunktionen eines flaschenhalters verstoßen hatte: erstens die flasche zu halten und zweitens am rad zu halten. =O) ist uns erst noch der saft runtergeronnen bei der glühenden sonne, so blies hier oben ein kalter wind über die eisigen überreste der langlaufloipe, die unser multisportler christian noch vor zwei monaten im skating-stil erforscht hatte. wie er mir laien erklärte, wird die loipe immer im frühjahr abgebaut und über den sommer in der garage verstaut, bevor sie im nächsten herbst wieder installiert wird. so funktioniert das also! =O)


das dreiländereck an der grenze von niederösterreich, der steiermark und... dem dritten land war temperaturmäßig der tiefpunkt der tour. auf diesen neuseeländischen hochplateus herrscht ein klima wie in wolfgangs amerikanischem, begehbaren kühlschrank. ein wanderer wurde freundlich dazu instruiert, wie er gefälligst die 5 photos von uns zu machen hatte, da spielen die drakes natürlich ihre führungsqualitäten beinhart aus. =O) wir erreichten das letzte gipfelkreuz für diesen tag, wo uns wanderer erklärten, dass wir den angepeilten weg unmöglich runterfahren könnten, viel zu steil und steinig. damit hatten sie natürlich unser interesse geweckt...


zugegeben, für die beiden hardtails in der gruppe waren die abfahrten etwas zu rauh, genau da fängt aber der bereich an, wo es christian und wolfgang auf ihren fullys richtig spaß macht! und so erreichten wir bald die legendären schipisten, auf die wir uns so lange gefreut hatten, christian gab gas und war erst wieder ansprechbar, als er die liftstation im tal erreicht hatte, wolfgang drehte auf und hatte seine abfahrt des tages, snick zerlegte sich und seine ausrüstung an dem berühmten vierten wassergraben zur hauptreinigung und georg zog langsam der hunger heimwärts.



also rollten wir gemütlich zurück nach otterthal, wo ein kaiserliches mahl auf uns wartete: die beste lasagne der welt, selbstverständlich salat mit kernöl und zum abschluss früchteeis mit kaffee. VIELEN DANK DAFÜR!!! einziger wehrmutstropfen für mich an dieser grenzgenialen tour war, dass der tag im ukh meidling endete und ich erst um mitternacht mit gips heimkam. mehr dazu im unteren post.

der snick macht jetzt alles mit links...

... weil rechts der gips ist! =O)

aber der reihe nach. seit wochen freuten wir uns schon auf die semmering-mtb-tour mit der versprochenen schipisten-abfahrt. vielen dank noch mal an georg für die einladung, die bewirtung und die führung auf der genialen runde!

mehr zu der tour im oberen post. jedenfalls geht es am ende 800 hm hinunter, wunderschön über breite, grüne schipisten. der christian gab angefeuert durch unsere zurufe "stop! christian, bleib stehen! du bist falsch!" vollgas und wir sollten ihn mit einem riesen-grinser erst bei der talstation wiedersehen. also ihm nach, die piste runter, kommen 3 riesen wassergräben, aber echt überdimensional, bei 50 kmh eher anspruchsvoll zu meistern. dann kam der vierte... die mutter aller wassergräben, zu hoch zum überspringen, zu tief zum durchtauchen, zumindest für mich...

ich sehe das ding viel zu spät, weil ich zu knapp hinter wolfgang fahre. in der zehntelsekunde, die mir zum nachdenken bleibt, entschließe ich mich gegen einen sprung. wegen der sturzgefahr, nen? =O) also drücke ich das vorderrad rein in den graben, das verschwindet im nirgendwo. gleich darauf kommt die mörder-welle und mir verreißt es den lenker so stark, daß ich mir wohl dabei den rechten daumen verrenke. kurz darauf hebe ich ab, was eigentlich recht schön war, nur dann lande ich auf dem helm, bevors mich endgültig in meine einzelteile zerlegt und den hang runterwutzelt. peter, das wäre eine abfahrt für dich gewesen! =O)

mir ist sofort klar, dass mit dem daumen was nicht stimmt, ich suche meine weit verstreuten einzelteile zusammen und rolle mit wackeligen knien runter zu den anderen. der helm ist mehrfach gebrochen, ins dress ist ein loch gerissen, die hüfte geprellt, die beine abgeschürft und unter dem daumennagel quillt das blut hervor. alles in allem also halb so wild... =O) christian verrät mir nämlich die "daumen-regel" bei solchen sachen: wenns weh tut ist es nur geprellt. erst wenns nicht weh tut, dann ist es richtig schlimm.

der daumen wird dann immer dicker und unbeweglicher, also bringt mich christian nach dem (exzellenten) essen ins unfallkrankenhaus meidling. die röntgen-bilder zeigen bald, was los ist: seitenband im daumen gerissen, also super dezenten gips drauf bis zum ellbogen... =O) nur 3 stunden gewartet, alle sprachen der welt gehört bis auf deutsch. meidling - der big apple europas!

die gute nachricht: der gips kommt am dienstag runter. die schlechte: dann werde ich operiert und der daumen mit drähten und schrauben fixiert - darüber kommt dann ein neuer gips, darf alles nicht nass werden, damit hab ich jetzt endlich eine handfeste (!) ausrede, um mich weiter vor dem schwimmen zu drücken. =O) blöd nur, dass ich auch nicht radfahren darf die nächsten wochen. mit st pölten wird das also wohl nix und von roth werde ich mich auch abmelden, das bringt jetzt wenig.

an meinen künftigen arbeitgeber: tippen kann ich noch, nur meine händedrucke sind jetzt bissi waach. =O)

update folgt
euer snick

Interview mit Lisa Hütthaler

Vielleicht funktioniert ja dieses Mal der Link besser als letztes Mal! => Interview

Wolfgang

Der erste Streich...

Mav's Bericht vom siegreichen Feuerwehrlauf im Prater.


Als sich am Sonntag, dem 6.April, ein paar Drakes in der Nähe des Start/Zielgeländes beim KSV Sport- und Seminarzentrum Rustenschacherallee trafen, wusste noch keiner wie der Tag ausgehen würde. Mit der mentalen und fotografischen Unterstützung von IronChris am MTB und Irene traten Pete, Andi, Snick und ich beim 4x10km Lauf an. Dank auch an Mom und Dad Prinz für die vielen Fotos.



Die Hochrechnungen von Pete ließen uns mit einem Stockerlplatz liebäugerl, aber sooo sicher war dies natürlich nicht. Mit einigen Arbeitskollegen (in Summe 8) und den Drakes fand pünktlich um 11:00 der Startschuss statt. Wie bei 10km üblich nach Laktatreichen, wenigen Minuten bei Puls 240 wieder im Ziel fanden wir schnell den üblichen Drakes Schmäh und Erfahrungsaustausch über so mache 300k Rad-Partien und andere Crazy-Trainingseinheiten.



So um 13:00 war es dann soweit... die Ergebnislisten wurden ausgehängt. Neben einem tollen Gesamtrang 8 von Pete, jeweils einem Klassenrang 4 von Pete und Snick war das unbeschreiblich schwarz auf weiß an der Ergebnistafel... DER ERSTE STREICH der Irondrakes war geschafft.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:



Bis zum nächsten Mal,

Euer Mav